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  • Fertility Benefits: Passen Kinderwunsch und Employer Branding zusammen?

    Fertility Benefits: Passen Kinderwunsch und Employer Branding zusammen?

    Was sind Fertility Benefits?

    „Fertility Benefits“ oder auch „Family Building Benefits“ beziehen sich auf Leistungen, die darauf abzielen, den Kinderwunsch von Mitarbeiter:innen zu unterstützen. Diese Benefits können in vielfältiger Form angeboten werden. Sie betreffen nicht nur Mitarbeiter:innen, deren Kinderwunsch noch unerfüllt ist. Auch jene, die seit Langem versuchen, eine Familie zu gründen, sind gemeint. Zudem können sie auch Adoptionswünsche beinhalten, die ebenfalls Teil des Familienaufbaus sind.

    Zu den Fertility Benefits gehören insbesondere die Bereitstellung von Informationen, welche gelegentlich nur gegen Entgelt erhältlich sind. Daher besteht die Möglichkeit, die Zurverfügungstellung dieser Informationen für alle Mitarbeiter:innen als Benefit umzusetzen. Auch Beratungsleistungen und finanzielle Unterstützung sind Optionen, um diese Benefits anzubieten.

    Können Unternehmen Fertility Benefits unterstützen?

    In Deutschland ist das Thema Fertility Benefits noch nicht weit verbreitet und wird oft als Tabu-Thema betrachtet. Im Gegensatz dazu bieten etwa 42 Prozent der Unternehmen in den USA Fertility Benefits an. Sowohl Männer als auch Frauen betreffen diese, da jede:r siebte Mitarbeiter:in in irgendeiner Weise von diesem Thema betroffen sein kann. Obwohl es ein eher privates Thema ist, kann es sich auf die Arbeitsleistung auswirken. Schwangerschaft, Elternzeit und Familienplanung beeinflussen das Unternehmen auf verschiedene Arten. Unternehmen müssen möglicherweise Ersatz finden oder Arbeit umverteilen, um sicherzustellen, dass keine Verzögerungen oder Engpässe entstehen. Aus diesem Grund ist es auch für das Unternehmen von Bedeutung.

    Obwohl das Thema auf den ersten Blick zu privat erscheinen mag, um es mit dem:r Arbeitgeber:innen zu besprechen, sind Unternehmen in ähnlicher Weise von der Familienplanung ihrer Mitarbeiter:innen betroffen wie die Mitarbeiter:innen selbst. Daher ist der:die Arbeitgeber:in durchaus ein:e geeignete:r Ansprechpartner:in, um das Thema anzugehen. Immerhin kann die Erfüllung des Kinderwunsches Auswirkungen auf das Unternehmen haben.

    Wie kann ein Unternehmen diese umsetzen?

    Personen, die direkt betroffen sind, stehen oft vor der Herausforderung, dass es sich bei Fertility and Family Building Benefits um ein Tabu-Thema handelt, das in der Regel privat behandelt wird. Sie benötigen jedoch umfangreiche Informationen und haben in den Phasen oft finanzielle Belastungen. Ein Unternehmen kann das Tabu um dieses Thema durch eine schrittweise Einführung von Fertility and Family Building Benefits für alle Mitarbeiter:innen im Unternehmen abbauen. Auf diese Weise wird das Thema für alle sichtbar und zugänglicher gemacht.

    Im ersten Schritt kann der Informationsbedarf der Mitarbeiter:innen durch die Bereitstellung aller verfügbaren Informationen gedeckt werden, unabhängig davon, ob diese kostenfrei oder kostenpflichtig sind. Dies kann durch Beratungstermine oder anderweitige Informationsquellen erfolgen und den Mitarbeiter:innen ein breites Angebot zur Verfügung stellen, das sie anderweitig möglicherweise nicht hätten.

    In den USA wird auch oft eine Kostenübernahme angeboten, da Fertility-Behandlungen sehr teuer sein können. Die Frage ist jedoch, ob es sich immer noch um ein Benefit handelt, wenn es um fünf- bis sechsstellige Summen geht, die an Mitarbeiter:innen gezahlt werden. Hierbei kommt die Krankenkasse ins Spiel, die einen Teil der Kosten übernimmt. Somit müssen die Betroffenen nur einen Teil selbst beisteuern.

    Eine weitere Möglichkeit für Unternehmen wäre, jedem:r Mitarbeiter:in ein bestimmtes Budget zur Verfügung zu stellen, das als finanzielle Unterstützung dienen soll. Auf diese Weise können Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeiter:innen helfen und ein gleiches Budget für alle bereitstellen. Die Mitarbeiter:innen können dann frei entscheiden, ob sie dieses Budget für ihre Kinderwunschbehandlung, eine Adoption oder andere Familienplanungskosten nutzen möchten.

    Fertility Benefits und Employer Branding

    Die Verbindung zwischen Fertility Benefits und dem Employer Branding ist offensichtlich: Indem Unternehmen Fertility Benefits anbieten, können sie sich als attraktive:r Arbeitgeber:innen positionieren und sich von anderen Unternehmen abheben. Durch die Schaffung eines positiven Images und die Verbesserung der Außenwirkung kann das Employer Branding verbessert werden. Allerdings sollten Unternehmen sicherstellen, dass sie bereits eine grundlegende Palette von Benefits und Vergütungen anbieten, bevor sie sich auf Fertility Benefits konzentrieren.

    Welche Vorteile gibt es?

    Durch die Einführung von Fertility Benefits kann ein Unternehmen seine Mitarbeiter:innen stärker an sich binden. Das Angebot solcher Leistungen kann das Gefühl von Loyalität gegenüber dem:r Arbeitgeber:in stärken, da dieser sich um die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter:innen kümmert. Wenn Mitarbeiter:innen nach der Elternzeit wieder ins Unternehmen zurückkehren, kann dies zu einer positiven Außenwirkung führen und das Image des Unternehmens verbessern. Darüber hinaus kann die Einführung von Fertility Benefits die Diversität im Unternehmen fördern, indem es gleichgeschlechtlichen Paaren Unterstützung bei Behandlungen oder Adoptionen bietet.

    Indem du Fertility Benefits in Deutschland anbietest, kannst du eine First-Mover-Position einnehmen und dich somit von anderen Unternehmen abheben. Dadurch wird dein Unternehmen attraktiver für potenzielle Bewerber:innen und du kannst den Ruf als Vorreiter:in erlangen.

    Welche Nachteile gibt es?

    Das Thema Fruchtbarkeit und Familienplanung ist ein privates Thema, das nicht jede:r gerne öffentlich diskutiert. Insbesondere in Unternehmen mit unterschiedlichen Generationen kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Ältere Personaler:innen sehen möglicherweise andere Benefits auf sich zukommen und befürchten, dass eine Kostenübernahme für Kinderwunschbehandlungen zu einer Welle von Anfragen für andere Behandlungen führen könnte. Diese Sorge ist jedoch unbegründet. Ein Konfliktpunkt könnte sein, dass nicht alle Mitarbeiter:innen Kinder bekommen oder adoptieren möchten und somit nicht von diesem Benefit profitieren. Dies könnte zu einem Gefühl der Benachteiligung führen, obwohl generell nicht alle Mitarbeiter:innen alle angebotenen Leistungen in Anspruch nehmen.

    Des Weiteren ist zu beachten, dass dieses Benefit zunächst in Bezug auf die Informationsbeschaffung zwar relativ kostengünstig ist, aber in weiteren Schritten durchaus mit hohen Kosten verbunden sein kann. Dies stellt eine Herausforderung für Unternehmen dar, die sich dafür engagieren möchten. Insbesondere kleinere Unternehmen könnten Schwierigkeiten haben, solche Kosten zu tragen. Daher ist die Einführung von Fertility Benefits nicht für alle Unternehmen gleichermaßen geeignet.

    Fazit zu Fertility Benefits

    Die Fertility and Family Building Benefits sind in deutschen Unternehmen noch nicht weit verbreitet, bieten jedoch einen erheblichen Mehrwert. Als Arbeitgeber:in kannst du die Attraktivität deines Unternehmens steigern und dich von der Konkurrenz abheben. Gleichzeitig kannst du deine Mitarbeiterinnen besser binden und etwas Gutes für sie tun. Da es sich um ein umfangreiches Benefit handelt, erfordert die Einführung sorgfältige Planung und Überlegung. Es steht jedoch außer Frage, dass Unternehmer:innen und Personaler:innen in der heutigen, sich ständig wandelnden Welt dieses Thema sorgfältig prüfen sollten.

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    Disclaimer: Dieser Text stammt in seiner Ursprungsform von Mitarbeitern der Digital Beat GmbH und ist von einer KI angepasst

  • Generation Z: Warum fordert sie so hohe Gehälter?

    Generation Z: Warum fordert sie so hohe Gehälter?

    Was zeichnet die Generation Z aus?

    Die Generation Z umfasst alle Personen, die zwischen 1995/1996 und 2010 geboren wurden, und liegt damit zwischen der vorherigen Generation Y und der folgenden Generation Alpha. Diese Generation tritt nun schrittweise in den Arbeitsmarkt ein, während die Baby Boomer-Generation allmählich in den Ruhestand geht. Mit diesem Generationswechsel kommt es auch zu einer Veränderung der Denk- und Arbeitsweise.

    Die Generation Z ist durch ihr Selbstbewusstsein gekennzeichnet. Sie haben früh gelernt, nicht alles „einfach so“ hinzunehmen, sondern für ihre Rechte einzustehen und zu kämpfen. Ein Beispiel dafür ist der große Anteil von Mitgliedern der Generation Z in der Fridays for Future Bewegung, die abseits des Arbeitsmarktes aktiv ist. Folglich sind sie besser darin, unangenehme Themen anzusprechen, wie zum Beispiel Gehaltsforderungen oder Änderungen in Arbeitszeit und Arbeitsbelastung. Sie sind auch sehr leidenschaftlich bei der Arbeit und engagieren sich stark für ihr Thema. Sie halten jedoch ein gesundes Gleichgewicht zwischen ihrer Arbeitsbelastung und ihrer körperlichen und mentalen Gesundheit. Diese ist ihnen zu wichtig, um sie zu gefährden.

    Die Generation Z auf dem Arbeitsmarkt

    Wenn du Arbeitgeber:innen oder Personaler:innen nach ihrer Meinung zur Generation Z fragst, wird sich ein bestimmtes Muster erkennen lassen. Oft wirst du hören, dass die Generation fordernd ist und die Geduld ihrer Vorgesetzten strapaziert. Außerdem wird häufig gesagt, dass die Generation Z wenig Einsatzbereitschaft zeigt, aber ständig Feedback möchte und keine Kritik verträgt. Das klingt nach Problemen, aber war in gewisser Hinsicht erwartbar, da sich die Generation auf dem Arbeitsmarkt noch etabliert und lernen muss, wie sie sich zurechtfinden kann. Die Führungskräfte und Personalverantwortlichen stammen aus einer anderen Generation, was zu unterschiedlichen Sichtweisen führen kann, die aufeinanderprallen.

    Es wird prognostiziert, dass die Generation im Laufe der Jahre noch anspruchsvoller wird. Dies liegt einerseits daran, dass sich die äußeren Umstände weiter ändern und ein Umdenken erfordern, und andererseits daran, dass die Generation ihren Wert kennt. Führungskräfte müssen lernen, anders zu führen. Während ältere Generationen Arbeit und Prozesse akzeptiert haben, möchte die Gen Z alles klären, absprechen und auch gehört werden. Die Generation ist sich der Ausbeutung auf dem zunehmend digitalen Arbeitsmarkt bewusst und ist nicht bereit, sich kaputtzuarbeiten.

    Wie priorisiert die Generation Z?

    Eine kürzlich vorgestellte Studie „Jugend in Deutschland“ mit mehr als 1000 Befragten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren zeigt die Motivationen der jungen Generation auf. Die Studienautor:innen fassen zusammen, dass sich kein neuer Materialismus, sondern eine Form von Existenzialismus abzeichnet. Die jungen Menschen sind stärker als je zuvor besorgt um ihre Zukunft und wollen sich absichern.

    Die Gen Z ist derzeit in der Phase des Berufseinstiegs nach dem Studium oder der Ausbildung. Viele von ihnen leben in Wohngemeinschaften, Studentenwohnheimen, bei ihren Eltern oder in kleinen Ein-Zimmer-Wohnungen. Somit stehen sie in naher Zukunft vor der Herausforderung, eine eigene Wohnung zu finden, was angesichts der Inflation zu den höchsten Mietpreisen seit Langem führt. Im Gegensatz dazu profitieren ältere Generationen noch von alten Mietverträgen und einem langjährigen, regelmäßigen Einkommen. Dies führt dazu, dass die Gen Z aufgrund höherer Fixkosten unverschuldet finanziell belastet ist.

    Die Gen Z betritt den Arbeitsmarkt zu einer Zeit, in der bereits ein Mangel an Fachkräften herrscht. Das bedeutet, dass sie es gewohnt sind, umworben zu werden und ihren Wert kennen. Im Gegensatz dazu erlebte die ältere Generation Zeiten, in denen sie froh sein konnte, überhaupt einen Job zu finden, weshalb sie eher mit ihrer Arbeitsstelle zufrieden sind.

    Warum fordert sie mehr Gehalt?

    In den letzten Jahren hat sich ein Trend abgezeichnet, wonach das Gehalt für die jungen Menschen der wichtigste Motivator ist, um ihre Zukunft abzusichern. Eine Umfrage ergab, dass die Inflation die größte Sorge der Befragten ist, was 71 Prozent der Teilnehmer:innen bestätigten. Auf Platz zwei steht der Krieg in Europa mit 64 Prozent und auf Platz drei der Klimawandel mit 55 Prozent. Die höheren Preise belasten die junge Generation vor allem bei Nahrungsmitteln (75 Prozent), Energiekosten (72 Prozent), Verkehrsmitteln (41 Prozent), Miete (37 Prozent) und Freizeitaktivitäten (34 Prozent).

    Die junge Generation ist sich mehr als im Klaren über die Bedeutung des Gehalts und bringt hohe Erwartungen mit auf den Arbeitsmarkt. Dabei arbeiten sie oft für Unternehmen, die noch wenig Erfahrung mit ihrer Arbeitsweise und Generation haben. Im Gegensatz dazu haben ältere Generationen Arbeitsweisen selten bis gar nicht hinterfragt, während die Gen Z dies auf jeden Fall tun wird.

    Das Gehalt ist für die junge Generation ein wichtiger Anreiz, um einen Job anzunehmen, aber auch um diesen zu wechseln, wenn es in dieser Hinsicht Probleme gibt. Zwei Drittel der Befragten betrachten einen Jobwechsel aufgrund von Gehaltsdifferenzen als legitim. Darauf folgt die Work-Life-Balance mit einem Drittel, die Arbeitsatmosphäre mit 30 Prozent und die Aufstiegsmöglichkeiten mit 29 Prozent.

    Was können Personaler:innen und Recruiter:innen tun?

    Als Personaler:in bist du unbedingt gefordert, dich mit der Generation Z auseinanderzusetzen, da jedes Unternehmen auf deren Arbeitskräfte angewiesen ist. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen alles ändern, was über Jahre hinweg bestand hatte. Doch du hast die Möglichkeit, bestehende Strukturen zu hinterfragen und zu überdenken. Wenn bereits Mitarbeiter:innen aus der Generation Z im Unternehmen arbeiten, solltest du die Gelegenheit nutzen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Situation aktuell ist und was sich die Mitarbeiter:innen eventuell wünschen. Außerdem sollten Unternehmensleiter:innen einbezogen werden, damit alle Beteiligten eine Stimme haben und ihre Meinung äußern können. Kommunikation spielt hier eine wichtige Rolle.

    Benefits stellen eine gute Option dar, um den Wünschen der Mitarbeiter:innen entgegenzukommen. Obwohl sie nicht unbedingt höhere Gehaltsforderungen ausgleichen können, können sie das Gehalt in gewisser Weise aufwerten und rechtfertigen. Hierbei können beispielsweise Inflationsboni und schrittweise Gehaltsanpassungen in Betracht gezogen werden. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten sind ebenfalls sehr gefragt, nicht nur bei der jungen Generation. Es gibt somit verschiedene Möglichkeiten, um das gemeinsame Arbeiten zu erleichtern.

    Als Recruiter:in solltest du deine Recruiting-Prozesse an die Bedürfnisse der Gen Z anpassen, um sie besser zu erreichen. Traditionelle Methoden wie Print-Anzeigen oder Jobbörsen sind bei jungen Bewerbern weniger beliebt als beispielsweise Online-Anzeigen auf Social-Media-Plattformen. Um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie du die junge Generation am besten erreichen kannst, solltest du dich mit den neuesten Recruiting-Trends auseinandersetzen.

    Fazit zur Generation Z

    In den kommenden Jahren wird sich durch den Einstieg der Generation Z in den Arbeitsmarkt einiges verändern. Sie hinterfragen und fordern bereits jetzt bestehende Arbeits- und Denkweisen sowie Strukturen heraus. Im Gegensatz zur älteren Generation sind sie mit zahlreichen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel, dem Klimawandel und der Inflation konfrontiert, die ein Umdenken erfordern. Diese Probleme haben dazu geführt, dass sie ihren Wert kennen und Forderungen nach höheren Gehältern, flexiblen Arbeitszeiten und einer ausgewogenen Work-Life-Balance stellen. Arbeitgeber:innen müssen lernen, ihre Führung auf die neue Generation anzupassen, da alte Muster keine neuen Mitarbeiter:innen anziehen. Eine offene und klare Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    Disclaimer: Dieser Text stammt in seiner Ursprungsform von Mitarbeitern der Digital Beat GmbH und ist von einer KI angepasst

  • HR-Prozesse mit ChatGPT optimieren

    HR-Prozesse mit ChatGPT optimieren

    Als Personaler:in hast du viele verschiedene Aufgaben im Bereich Mitarbeiter und Verwaltung zu erledigen. Um nicht die Kontrolle zu verlieren und um deine Abläufe zu optimieren, kann ChatGPT dich bei deiner Arbeit unterstützen. Damit kannst du dich auf die wichtigsten Aufgaben deiner HR-Prozesse fokussieren und trotzdem alles erledigen. Wir berichten dir, wie du ChatGPT einsetzen kannst und welche Vor- und Nachteile der Chatbot hat.

    HR-Prozesse und ChatGPT?

    ChatGPT ist ein großes Sprachmodell, das von OpenAI trainiert wurde. Es kann dir bei der Automatisierung deiner HR-Prozesse eine nützliche Unterstützung sein. Bei vielen verschiedenen Fragen wie

    • Urlaubsanfragen
    • Lohnabrechnungen
    • Anträge für Firmenwagen

    oder anderen Personalangelegenheiten, kann ChatGPT schnell eine Antwort liefern. Je genauer der Chatbot auf das Unternehmen trainiert ist und die internen Abläufe kennt, desto präziser wird die Antwort. Zum Beispiel kann der Chatbot Dokumente heraussuchen oder auf die entsprechenden Ansprechpartner:innen verweisen, je nachdem wie komplex die Frage ist.

    Die Vorteile von ChatGPT für deine HR-Prozesse

    Die grundsätzlichen Funktionen sind nun deutlich geworden. Diese Vorteile bietet die Nutzung des Chatbots in den HR-Prozessen.

    Dauerhafte Erreichbarkeit

    Einer der größten Vorteile von ChatGPT ist die Fähigkeit dauerhaft verfügbar zu sein. Personalangelegenheiten können jederzeit auftauchen und müssen schnell gelöst werden. Mit ChatGPT haben du und deine Mitarbeiter:innen jederzeit Zugang zu den Informationen, unabhängig davon, welcher Wochentag und welche Uhrzeit ist.

    Multitasking

    Ein weiterer Vorteil von ChatGPT ist die Fähigkeit, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Du kannst ChatGPT anweisen, dir die aktuellen Urlaubsanträge anzuzeigen, während es gleichzeitig die Lohnabrechnungen berechnet. Außerdem können alle Mitarbeiter:innen gleichzeitig Fragen stellen. Das funktioniert bei einem Menschen ja bekanntlich nur der Reihe nach. Dies spart dir Zeit und ermöglicht es, dich mehr auf die wichtigen Aufgaben zu konzentrieren und auch einige Sachen schneller zu erledigen.

    Einfache Bedienung

    ChatGPT ist benutzerfreundlich und leicht zu bedienen. Der Chatbot verwendet eine einfache Sprache, die du je nach Bedarf auch auf den Fachjargon anpassen kannst. Für die Nutzung brauchen du und deine Mitarbeiter:innen also keine Schulung.

    Erleichterung bei gleichbleibenden Aufgaben

    Besonders für Aufgaben, die immer wieder auftreten und die dadurch vielleicht ein bisschen monoton werden, kann ChatGPT deine HR-Prozesse unterstützen. Solche Bereiche wie Bewerberkommunikation, Terminvergaben oder Support bei Fragen sind dabei besonders geeignet, um dem Chatbot überlassen zu werden. Die Aufgaben verlaufen immer nach den gleichen Mustern, sodass ChatGPT diese mühelos übernehmen kann.

    Nachteile von ChatGPT in HR-Prozessen

    Neben den ganzen Vorteilen gibt es immer auch Nachteile. Die folgenden sind die größten Nachteile von ChatGPT oder anderen KI-Chatbots für deine HR-Prozesse.

    Fehlende menschliche Interaktion

    Einige HR-Aufgaben erfordern eine menschliche Interaktion, bei der Empathie und Einfühlungsvermögen eine wichtige Rolle spielen. ChatGPT kann diese Aspekte nicht ersetzen, da es zwar emotional schreiben kann, aber sonst keine Emotionen auszudrücken vermag. Auch die nötige Kreativität, die es bei einigen Aufgaben, wie Ausschreibungen oder Videos benötigt, kann ChatGPT nicht vorweisen. Solche Aufgaben bleiben den menschlichen Personaler:innen überlassen.

    Datenschutzbedenken

    Da KI-Systeme große Mengen an Daten sammeln, kann es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes geben. Es ist wichtig, dass Unternehmen ihre Datenschutzrichtlinien überwachen und ihre Mitarbeiter:innen über die Verwendung ihrer Daten informieren. So etwas wie Arbeitsverträge oder Gehaltszahlungen sollten außen vor bleiben, da sonst jeder, der ChatGPT fragt, darauf eine Antwort bekommen könnte.

    Oft nicht originell genug

    Während du bei einer Stellenausschreibung innovativ sein und zwischen anderen hervorstechen willst, macht ChatGPT genau das Gegenteil. Der Chatbot kreiert auf Grundlage großer Datenmengen einen Text, der dementsprechend sehr durchschnittlich ist. Von anderen abheben kannst du dich damit also nicht.

    Fehleranfälligkeit

    KI-Systeme können Fehler machen und falsche Entscheidungen treffen, insbesondere wenn diese mit unvollständigen oder falschen Daten trainiert werden. Daher ist es wichtig, dass du oder ein:e andere:r Personaler:in einen Blick auf die Antworten habt, um Fehler zu begrenzen und auszumerzen. Die Chatbots sind nicht perfekt, damit es aber keine Folgen nach sich zieht, braucht es immer eine menschliche Prüfung.

    Fazit zu ChatGPT in deinen HR-Prozessen

    Zusammenfassend gibt es einige Vor- und Nachteile, die du abwägen musst. ChatGPT kann dir in deinen HR-Prozessen unter die Arme greifen und kleinere Aufgaben, die dich von den wichtigen abhalten, übernehmen. Alles Aufgaben, die mit Fragestellungen und Texten zu tun haben, kann ChatGPT dir abnehmen. Voraussetzung dafür ist aber, dass du den Chatbot mit den richtigen Daten aus deinem Unternehmen trainierst. Je mehr und je genauere Daten du verwendest, desto besser fallen die Ergebnisse der Antworten aus. Dabei musst du natürlich an den Datenschutz denken, da du bei sensiblen Daten aufpassen musst. Ansonsten braucht es immer eine menschliche Kontrolle über die Antworten. Als unterstützendes Tool ist ChatGPT dennoch nützlich und kann dir den Arbeitsalltag vereinfachen, solange es richtig implementiert und überwacht wird.

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    Disclaimer: Dieser Text wurde in seiner Ursprungsform von Mitarbeitern der Digital Beat GmbH erstellt und von einer KI angepasst.

  • Active Sourcing: So findest du heute die besten Mitarbeiter:innen

    Active Sourcing: So findest du heute die besten Mitarbeiter:innen

    Definition – Was ist Active Sourcing?

    Active Sourcing ist die Direktansprache potenzieller Mitarbeiter:innen. Die Recruiter:innen schreiben also nicht nur eine Stelle aus und warten auf eingehende Bewerbungen. Sie suchen nach passenden Kandidat:innen und sprechen die passiven Talente dann aktiv an. Der Großteil dieser Talente hat allerdings längst einen Job – diese Methode ist also die zeitgemäßere Formulierung für „Abwerben“.

    Personalgewinnung – Ist Active Sourcing die Zukunft?

    Kurze Antwort: Ja, denn viele Unternehmen werden zukünftig nicht um Active Sourcing herumkommen. Der “War for Talents” wird härter. Der Mangel an Fachkräften ist in vielen Branchen schon jetzt Realität. Im Fachkräftereport 2021 des Deutschen Industrie- und Handelskammertag gingen schon 85 % der Betriebe von negativen Folgen durch zunehmenden Fachkräftemangel aus.

    Bedeutet das automatisch, dass Personaler:innen die aktive Rolle übernehmen müssen? Eine spannende Studie der Universität Bamberg kommt zu dem Ergebnis, dass immer mehr Kandidat:innen (positiv) auf Direktansprache reagieren. Der Schritt von Stellenausschreibungen zu Profilausschreibungen + aktiver Ansprache ist daher nur logisch. Ehemalige Bewerber:innen werden mit jedem Jahr mehr zu Umworbenen.

    Vorteile – Wie du von Active Sourcing profitierst

    Wenige, heiß umkämpfte Fachkräfte sind zunächst mal keine schöne Aussicht. Active Sourcing bedeutet für Personalabteilungen auch, dass sie viel Neues lernen müssen. Damit du nicht den Mut verlierst, zunächst die drei größten Vorteile.

    1. Du findest wirklich passende Mitarbeiter:innen: Passive Kandidat:innen anzusprechen war vor wenigen Jahren eine absolute Ausnahmeerscheinung. Bald wird es unumgänglich sein, denn nur hier wartet der Großteil von Fachkräfte und Spezialisten. Digitales Headhunting ist angesagt.
    2. Du sparst Geld: Sicher nicht ab der ersten Minute. Mittelfristig wirst du mit Active Sourcing aber deine Ausgaben verringern. Sobald deine Prozesse einmal etabliert ist, arbeitet die eigene Personalabteilung deutlich günstiger als externe Headhunter und Personalvermittler.
    3. Du sparst Zeit: Aller Anfang ist schwer. Wenn deine Active Sourcing-Strategien und -Methoden einmal etabliert sind, bedeutet das ordentliche Zeitersparnis. Du wirst merklich weniger Vorstellungsgespräche führen, die eher aus Mangel an Alternativen zustande kamen.

    Methoden – Wie Active Sourcing in 5 Schritten funktioniert

    Welche Strategien und Methoden führen zu den besten Mitarbeiter:innen? Gibt es ein Active Sourcing-Musterschreiben? Was müssen Recruiter mitbringen, wenn sie zukünftig zu Headhuntern werden? Auf welche Tools und Ressourcen greifst du zurück, wenn du erfolgreich sein willst? Hier bekommst du deine Anleitung für Mitarbeiter:innengewinnung 2022.

    1. Zielgruppe festlegen

    Kenne deine Zielgruppe ganz genau! Nur so findest du bspw. Nischenforen, in denen sich deine Kandidat:innen aufhalten. Je ausgereifter deiner Vorstellung sind, desto gezielter kannst du Personen ansprechen. Klasse, statt Masse. Aus Kununu-Bewertungen kannst du wunderbar ableiten, woran deine Zielgruppe interessiert ist. In deiner Funktion als Headhunter:in musst du eine Menge Empathie mitbringen. Überlege dir, welche Benefits jemanden zum Job-Wechsel motivieren werden?

    2. Zielgruppe finden

    Mache dir bewusst, dass es mehr als genug interessierte Menschen für dein Stellenangebot gibt. Du musst nur herausfinden, wo sich diese Menschen online versammeln. Zunächst fallen dir sicher klassische Business-Netzwerke wie Xing und LinkedIn ein. Aber auch andere Social-Media-Plattformen sind für deine Suche und Ansprache geeignet. Vor allem, wenn dein Unternehmen schon auf Social Recruiting setzt, kannst du über Facebook oder Instagram oder TikTok neue Talente kennenlernen. Fast völlig ungenutzt sind (noch) Messenger-Dienste wie WhatsApp. Ein wichtiger Tipp: Für viele Branchen gibt es auch eigene Foren, in denen sich Fachkräfte austauschen.

    3. Mit Individualität punkten

    Du würdest dich sicher über ein Active Sourcing-Musteranschreiben freuen. Um es kurz zu machen: Es gibt keine Vorlage, weil es gar keine (langfristig) funktionierende Vorlage geben kann. Jede Stellenausschreibung bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Also müssen deine Nachrichten immer angepasst werden. Oder würdest du auf eine offensichtliche Massenmail enthusiastisch reagieren? Wie steigerst du mit einer individuellen Note, die Antwortrate auf deine Anfragen enorm? Auch hier gilt natürlich, dass nicht alles für jeden funktioniert. Finde deinen eigenen Stil!

    4. Den Talentpool aufbauen

    Im Idealfall verfügt dein Unternehmen längst über einen Talentpool. Darunter zählen alle Menschen, die schon mal in irgendeiner Form mit deinem Unternehmen verbunden waren: ehemalige Praktikant:innen und Werkstudent:innen, Kooperationspartner oder Kontakte von Fachmessen sein. Für dich sehr praktisch, denn hier hast du die Kontaktdaten schon in der Hand. Und dein Unternehmen hat, dank klugem Employer Branding, längst einen positiven Eindruck hinterlassen.

    5. Kostenpflichtige Tools einsetzen

    Ganz ohne Investitionen geht es kaum. Aber die lohnen sich. Mit den Klassikern „LinkedIn Recruiter“ und dem „Xing Talentmanager“ bist du schon sehr gut aufgestellt. Vor allem im Tool-Bereich gibt es auch immer wieder spannende Neuerung, die dir die Arbeit erleichtern. “Talentwunder” z.B. bietet dir Zugang zu mehr als 1 Mrd. Profilen aus über 30 Recruiting-relevanten Netzwerken. Behalte diese Entwicklungen im Blick, denn auch im Recruiting-Bereich ändern sich gut funktionierende Prozesse immer schneller.

    Fazit

    Was früher als “Abwerben” verpönt war, wird als Active Sourcing die Zukunft vieler Personaler:innen bestimmen. Das ist eine große Veränderung, aber kein unlösbares Problem. Sei dir bewusst, wer deine Zielgruppe ist. Baue mit Individualität Vertrauen auf. Behalte Neuerung im Bereich Social-Media-Plattformen und Nischenkanäle im Blick. Das sind die Leitlinien für deine erfolgreichen Active Sourcing-Strategien 2022. Noch mehr praxiserprobtes Expertenwissen erwartet dich natürlich auf der DRX.

    Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Jagd nach den besten Mitarbeiter:innen!

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    FAQ

    Was ist Active Sourcing?

    Active Sourcing beschreibt eine Strategie zur Mitarbeiter:innen-Gewinnung. Dabei werden vielversprechende Kandidat:innen gezielt angesprochen, auch wenn sie sich in einem Arbeitsverhältnis befinden. Aber vergiss nicht, hier Diskretion walten zu lassen!

    Wie sieht ein Active Sourcing-Anschreiben aus?

    So individuell wie das Bewerberprofil, das du besetzten möchtest. Mit standardisierten Massenmails wirst du keine stark umworbenen Fachkräfte zum Jobwechsel animieren. Stelle die Benefits deines Angebots klar heraus und erkläre, warum dein Unternehmen die bessere Wahl ist – abseits des Gehalts.

    Was müssen Personaler:innen beim Active Sourcing beachten?

    Sei empathisch und einzigartig. Jetzt bist du in der Position eines Bewerbenden. Vertrauen zu deinen Kandidat:innen aufbauen, ist das A & O. Viele Menschen sind potenziell bereit, ihre Anstellung zu wechseln: Respektiere aber in jedem Fall ihren Wunsch nach Diskretion, auch wenn ihr euch nicht einig werdet.