So überzeugst du Kandidat:innen

Social Recruiting Strategien: In nur drei Schritten zum Erfolg

Social Recruiting

Social Recruiting ist längst kein Trend mehr, sondern ein fester Bestandteil der Personalgewinnung. © stnazkul - stock.adobe.com

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Was vor einigen Jahren noch funktionierte, ist heute nahezu undenkbar. Stellenanzeigen im örtlichen Stadtanzeiger zu schalten, das klappt nur noch in den wenigsten Fällen – der Fachkräftemangel zeigt seine Wirkung. Um den wenigen Bewerbungen entgegenzuwirken und trotzdem die Stelle perfekt zu besetzen, gewinnt Social Rrecruiting immer mehr an Bedeutung. Als Teil der langfristigen Recruiting-Strategie hat sich Social Recruiting dabei bereits in vielen Unternehmen einen festen Stellenwert erkämpfen können. Wir verraten dir, wie du in nur 3 Schritten deine erfolgreiche Social Recruiting-Strategie aufbaust.

Definition – Was ist Social Recruiting?

Social Recruiting wird häufig auch als Social Hiring, Social Recruitment oder auch Social Media Recruitment bezeichnet. Dabei haben die Begriffe alle eine ähnliche Bedeutung: Social Recruiting bezeichnet alle Maßnahmen der Personalgewinnung in sozialen Netzwerken wie Xing und LinkedIn, aber auch Instagram, Facebook oder TikTok. Dabei sind sowohl alle aktiven und auch passiven Methoden gemeint, um potenzielle Kandidat:innen für dein Unternehmen zu gewinnen.

Diese Maßnahmen zählen unter anderen zum Social Recruiting:

  • Veröffentlichen von Stellenanzeigen
  • Active Sourcing
  • Employer Branding
  • Empfehlungsmarketing

Die Vorteile von Social Recruiting

Der Fachkräftemangel macht den Beruf der Recruiter:innen deutlich schwerer, es lohnt sich als Unternehmen also neue Wege der Personalgewinnung auszuprobieren. Außerdem bietet Social Recruiting eine weitere Vielzahl an Vorteilen:

Einfache Ausrichtung nach Zielgruppen

Die verschiedenen Sozialen Plattformen selbst unterscheiden sich in ihrer Zielgruppe deutlich. So ist beispielsweise laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2021 auf Facebook eher die Altergruppe der 30-49-Jährigen vertreten, während auf Instagram die 14-29-Jährigen anzutreffen sind. Suchst du zum Beispiel nach Berufseinsteiger:innen könnte also Instagram die richtige Plattform sein. LinkedIn und Xing hingegen sind eher für Berufserfahrene geeignet. Beim Schalten von Werbeanzeigen können zusätzliche Filter wie Interessen, Region, Verhalten und Qualifikation eingestellt und die Suche nach potenziellen Mitarbeiter:innen erleichtert werden.

Kommunikation mit Bewerber:innen

Da man sich beim Social Recruiting bereits auf Plattformen befindet, die zum Austausch gedacht sind, ist die Kommunikation meist einfacher als per Mail oder in Bewerbungsportalen. Das sorgt für eine ungezwungene und vor allem auch schnelle Kommunikation zwischen Bewerber:innen und Recruiter:innen.

Große Reichweite für wenig Geld

Gerade mit organischem Wachstum sind die Kosten für Recruiting sehr gering im Vergleich zu anderen Maßnahmen. Doch die Reichweite ist dabei äußerst hoch. Insbesondere erreichst du so auch potenzielle Arbeitnehmer:innen, die nicht einmal auf Jobsuche waren. Denn der passive Bewerbermarkt ist groß. Nutze in deiner Branche auch Gruppen oder Fachseiten, um deine Stellenanzeigen oder dein Unternehmen zu promoten. Auch durch das klassische Teilen, Liken und Kommentieren vervielfältigst du deine Maßnahmen im Handumdrehen. Auch Mitarbeiter:innen können hier mitwirken und ihre zukünftigen Kolleg:innen anwerben.

Die besten Social-Kanäle für Personaler:innen

Grundsätzlich eignen sich alle Sozialen Kanäle, um sie für die Personalgewinnung zu nutzen. Wichtig ist natürlich passender Content. Während bei TikTok kurze Videos, vielleicht sogar mit einer Prise Humor funktionieren, kommen auf LinkedIn ganz andere Inhalte gut an. Dabei ist vor allem Authentizität wichtig, die Inhalte müssen also auch der Unternehmensstrategie entsprechen. LinkedIn und Xing sind die klassischen Plattformen, aber auch Facebook, Instagram, TikTok, Twitter und Snapchat können für deine Strategie relevant sein.

Auf diese 3 Schritte kommt es beim Social Recruiting an

1. Festlegen einer Strategie

Die richtige Strategie bildet das Grundgerüst für deinen Erfolg. Zu Beginn solltest du dir Gedanken machen, was das Ziel deiner Strategie sein soll. Meistens ist das Ziel, Kandidat:innen für eine Bewerbung und im besten Falle für eine Stelle zu gewinnen. Danach solltest du dich fragen, wer deine Zielgruppe ist und welche Bedürfnisse und Wünsche sie hat. Auch über den Stellenwert des Social Recruitings und die Ressourcen solltest du dir im Klaren sein. Ist das alles festgelegt, kannst du eine Kommunikationsstrategie entwerfen. Hier gilt es darum, den Content zu bestimmen und sich über Storytelling Gedanken zu machen und deine Strategie für Social Media auch in die allumfassende HR-Kampagne einzugliedern.

2. Employer Branding sicherstellen

Verwende für Beschreibungen, Bilder und gestalterische Inhalte immer die gleichen Begriffe bzw. Design-Elemente. Das Employer Branding muss einheitlich sein, damit potenzielle Arbeitnehmer:innen dein Unternehmen immer wieder erkennen. Die Stellenausschreibungen sollten also auch immer die gleichen Schlagworte, Hashtags oder auch Hintergründe haben. Aber auch Nachrichten, die privat ausgetauscht werden, sollten einem bestimmten Muster folgen und so eine Professionalität herstellen. Ein Dokument mit den Kommunikationsrichtlinien kann dabei Wunder bewirken und Mitarbeiter:innen erhalten einen Leitfaden, an dem sie sich entlang hangeln können.

3. Content is key

Am wichtigsten sind die erstellten Inhalte. Veröffentliche am besten regelmäßig und dabei auch möglichst interessant. Das können Vorstellungsvideos der Angestellten, News oder auch die bloßen Stellenanzeigen sein. Der Algorithmus wird es dir danken und die Artikel mit einem hohen Ranking im Feed deiner Zielgruppe belohnen. Ein Content Plan, in dem das Thema des Posts, verantwortliche Mitarbeiter:innen und Tag festgelegt sind, ist hier essentiell.

Fazit – So misst du den Erfolg deiner Social Recruiting Strategie

Im Gegensatz zu anderen Recruiting-Maßnahmen, kann der Erfolg deiner Social Recruiting Strategie nicht nur an den eingehenden Bewerbungen gemessen werden. Klicks, Likes oder Kommentare – all das kann auch deinen Erfolg in anderer Hinsicht als nur den zu besetzenden Stellen bedeuten. Employer Branding ist hier das Stichwort, denn auch eine positive Platzierung als Unternehmen kann als Erfolg betitelt werden. Beachtest du unsere Tipps steht einer erfolgreichen Social Recruiting-Strategie nichts mehr im Weg.