Autor: Linda Papstein

  • Recruiting ist heute so einfach wie noch nie

    Recruiting ist heute so einfach wie noch nie

    Diese Vorteile bringt Tracking für die Personalsuche

    Mit Hilfe von Tracking und Datenanalyse lassen sich im Recruiting viele offene Fragen beantworten und Schlussfolgerungen ziehen. Etwa: Woher bzw. über welches Jobportal kommen die meisten Bewerber:innen? Dann sollten Personaler dort noch einmal mehr Budget einplanen und verstärkt Stellen über das Portal ausschreiben. Oder kommen die Bewerber:innen über Social Media Ads oder Google Ads? Dann da mehr investieren. Andererseits kann man diese Fragen auch Stellenspezifisch betrachten: Ein:e Webentwickler:in kommt vielleicht typischerweise über einen anderen Kanal als ein:e Online-Redakteur:in. Und das ist übrigens eine wichtige Erkenntnis: Denn Recruiting-Methoden lassen sich auch stellenspezifisch anpassen. So erreichen HR-Manager:innen die gewünschte Zielgruppe noch besser.

    Verbesserung durch Tracking und Employer Branding

    Auch das Employer Branding spielt eine Rolle beim modernen Recruiting. Als HR-Mitarbeiter:in kannst du beispielsweise tracken, ob und wie oft Recruiting-Videos angeklickt werden. Infolgedessen kannst du erkennen, ob es sich vielleicht lohnt, weitere Videos dieser Art zu produzieren. Ebenso gilt es, zu checken, an welchem Punkt im Recruiting-Prozess deine Bewerber:innen vielleicht abspringen. Ziehen Interessent:innen ihre Bewerbung vielleicht nach dem Vertragsangebot zurück, solltest du dir Gedanken über deine Konditionen machen. Sagen sie nach dem ersten Gespräch im Bewerbungsprozess schon ab, ist es dir vielleicht nicht gelungen, sie für dein Unternehmen zu begeistern. Es kann aber auch an Faktoren wie den Gesprächspartner:innen auf deiner Seite, den Räumlichkeiten oder den Details der Stelle liegen.

    Die direkte Ansprache von Kandidat:innen ist möglich

    Das Internet und die verschiedenen Berufsplattformen wie XING und LinkedIn eröffnen uns Möglichkeiten, die es im früheren Recruiting nicht gab. Waren Recruiter:innen früher darauf angewiesen, die passenden Bewerbungen von Kandidat:innen zu erhalten oder diesen auf Messen und anderen Events zu begegnen, ist die Suche heutzutage deutlich einfacher. Denn jeder, der sich in seiner Karriere noch weiterentwickeln möchte, hat ein Profil auf den besagten Plattformen. Das gibt wiederum den HR-Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, geeignete Kandidat:innen anhand ihrer Profile zu suchen, sie direkt anzusprechen und für das eigene Unternehmen zu begeistern. Mit Active Sourcing lassen sich auch Mitarbeiter:innen finden, die gar nicht aktiv auf Jobsuche sind.

    Du möchtest mehr darüber erfahren, warum das Recruiting heute so einfach wie noch nie ist? Dann melde dich direkt für die DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf an. Dort berichtet Björn Boldt, Teamlead für Active Sourcing bei ABOUT YOU, wie einfach die Suche nach neuen Mitarbeiter:innen heutzutage sein kann.

  • onlyfy: Talentservice mit Innovationsgeist im Recruiting

    onlyfy: Talentservice mit Innovationsgeist im Recruiting

    Digitalisierung, demografischer Wandel, Corona – Das sind nur drei Faktoren, die den Arbeitsmarkt in jüngerer Vergangenheit verändert haben. Für Unternehmen ist es daher umso wichtiger, sich diesem Umbruch und den damit einhergehenden Anforderungen im Bereich Recruiting schnell anzupassen. Seit September stellt NEW WORK SE, Betreiber des Berufsnetzwerks XING und der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu, Unternehmen seine neue B2B-Marke onlyfy zur Verfügung.

    Was zeichnet das moderne Recruiting aus?

    Für Unternehmen gilt es im heutigen Recruiting, sechs Faktoren zu verfolgen:

    1. Zeige, was dich besonders macht.
    2. Sorge für die richtige Aufmerksamkeit.
    3. Nutze direkte Ansprache, um deine Werte richtig zu vermitteln.
    4. Freue dich über die richtige Wahl.
    5. Baue einen nachhaltigen Talentpool auf und pflege diesen.
    6. Analysiere deine Erkenntnisse und optimiere das Recruiting fortlaufend.

    Was ist onlyfy by XING?

    Die Marke bündelt Kompetenzen, Produkte und Services von XING-E-Recruiting und Prescreen. Ziel von onlyfy by XING ist es deswegen, Unternehmen schnell und effizient bei der Suche nach Fachkräften zu unterstützen.

    Wie unterstützt onlyfy Unternehmen beim Recruiting?

    Mit der Talent Acquisition Plattform onlyfy one integriert die Marke Active und Passive Sourcing sowie Bewerbermanagement an einem Ort. Die Plattform richtet sich damit vor allem an Firmen, deren Recruiting-Prozesse noch nicht genügend digital aufgestellt sind oder in denen folglich die Ressourcen für eine aufwendige Talentsuche fehlen. Abläufe werden automatisiert, komplexe Vorgänge vereinfacht und eine KI unterstützt die Recruiter:innen bei ihrer Arbeit. Beispielsweise schlägt die Plattform bereits bei der Erstellung eines Stellenprofils geeignete Kandidat:innen aus XING vor – inklusive Matching-Score, der die Übereinstimmung zu den genannten Anforderungen zeigt. Das wiederum gibt den HR-Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, sich bei der Auswahl auf den wichtigsten Faktor zu konzentrieren: den Menschen hinter dem Profil.

    Fazit zum New Hiring: onlyfy macht’s vor

    Der Arbeitsmarkt gibt den Takt vor und onlyfy zeigt, wie man mit diesem Schritt hält. Auf der Suche nach Talenten, quasi den Führungskräften von morgen, ist ein gut aufgestelltes Recruiting in Unternehmen daher essenziell. Der große Fokus liegt auf den Faktoren Flexibilität und Digitalisierung. Hierzu gehören das bereits erwähnte erleichterte Active Sourcing sowie eine in die Plattform integrierte Steuerung von Social-Media-Kampagnen oder eine vereinfachte Bewerbung via WhatsApp-Chat oder XING-Profil. Schneller, bequemer und transparenter für alle Seiten, so die Idee hinter onlyfy.

    Du möchtest mehr über onlyfy by XING und seine Strategien im Bereich New Hiring erfahren? Dann melde dich direkt für die DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf an. Dort geben die Referenten Kristin Geiger & Michele Vidorno von onlyfy einen Einblick in ihre Strategien.

    Welche Anforderungen stellt New Work an Recruiter:innen?

    Flexibilität und Komfort bei Bewerbungen werden in der heutigen Zeit großgeschrieben. Auch der Fokus auf digitale Kanäle zur Personalsuche ist ein wichtiger Faktor, mit dem sich Recruiter:innen befassen müssen.

    Wie unterstützt onlyfy beim New Hiring?

    Die Plattform onlyfy one vereint verschiedene Teildisziplin des modernen Recruitings: So schlägt sie direkt bei Erstellung der Stellenanzeige passende Kandidat:innen aus dem XING-Netzwerk vor. Außerdem automatisiert und vereinfacht sie Recruiting-Kampagnen auf Social Media.

  • Matilda von Gierke: Zeitgemäße Recruiting-Lösungen

    Matilda von Gierke: Zeitgemäße Recruiting-Lösungen

    Matilda von Gierke hat bereits Erfahrung in vielen Bereichen des Recruitings – von HR-Advisory über Inhouse-Beratung bis zum klassischen Headhunting. Dabei waren ihr die Methoden und Herangehensweisen der traditionellen Personalsuche jedoch nicht effizient genug. Also gründet sie schließlich selbst. Gemeinsam mit einem Performance-Marketer und IT-Experten ruft sie die Zalvus GmbH ins Leben. Als Unternehmensberatung unterstützt Zalvus über 450 Firmen dabei, passende Mitarbeiter:innen zu finden. Außerdem ist Matilda von Gierke heute als Speakerin und Autorin tätig und teilt ihr Branchenwissen mit anderen. Im Interview hat sie uns spannende Einblicke in ihre Expertise gewährt.

    Welche Herausforderungen begegnen uns heutzutage im Recruiting?

    Der Wandel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmer:innen-Markt ist noch nicht in allen Unternehmen angekommen. Das bedeutet, dass viele Personalabteilungen nach wie vor auf veraltete Methoden und das klassische „Post and Pray“ setzen. Eine der größten Herausforderungen ist es also, Unternehmen zum Umdenken zu bewegen und ihnen beizubringen, dass sie sich als Arbeitgeber auch immer bei den Kandidat:innen bewerben müssen. Eine andere Herausforderung ist der geringe Stellenwert, den Personalabteilungen in vielen Unternehmen haben. Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung, dass HR einen festen Platz in der Chefetage benötigt, um die erforderlichen Transformationsmaßnahmen umsetzen zu können.

    Welche Werkzeuge sind für dich im digitalen Recruiting essentiell?

    Wichtigstes Werkzeug ist zweifellos das Performance-Marketing. Mit einer gezielten Online-Anzeigenschaltung können Unternehmen auch die Fach- und Führungskräfte erreichen, die bereits wechselwillig, aber noch nicht aktiv auf Jobsuche sind. Dadurch gewinnen sie Zugang zu einem bisher unerreichten Kandidat:innen-Markt. Ein weiteres wichtiges Werkzeug ist das A/B-Testing. Digitales Recruiting gibt Unternehmen die Chance, viele unterschiedliche Dinge auszuprobieren. Ob es nun um andere Bilddateien geht, andere Texte oder andere Jobbezeichnungen: Unterschiedliche Varianten und Kombinationen auszuprobieren, hilft dabei, seine Zielgruppe besser zu verstehen und die Performance der einzelnen Maßnahmen zu verbessern. Die Datenanalyse sollte jedoch nicht bei der Online-Anzeigenschaltung aufhören. Besser ist es, über den gesamten Recruiting-Prozess hinweg auszuwerten, wie sich die Zielgruppe verhält. Wer auswertet, an welchen Schritten Kandidat:innen abspringen, kann hier gezielt optimieren. Damit gehört die Datenanalyse zu einem der wichtigsten Werkzeuge des digitalen Recruitings, da sie einem die Chancen und Baustellen sämtlicher Maßnahmen verrät.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Kein Geheimnis, aber dennoch die Wahrheit: Wer erfolgreich rekrutieren möchte, muss seine Zielgruppe kennen. Deshalb ist mein Top-Tipp: Findet heraus, wie eure Zielgruppe tickt! Analysiert, wo sie sich aufhält und über welche Kanäle ihr sie erreichen könnt. Überzeugt sie mit den Inhalten, die sie interessieren. Und behandelt jede Person individuell. Auf einem kandidat:innen-zentrierten Markt haben Massenmailings keinen Platz mehr.

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings?

    Die Zukunft des Recruitings spielt sich auf einem kandidat:innen-zentrierten Markt ab. Auf diesem können sich Fach- und Führungskräfte ganz genau aussuchen, für wen und unter welchen Bedingungen sie arbeiten möchten. Um sie für sich zu gewinnen, müssen Arbeitgeber sie individuell adressieren. Ob Stellenanzeigen in Print-Zeitungen, Jobmessen oder In-App-Werbung – es wird keinen Königsweg im Recruiting geben. Stattdessen werden sich Recruiter:innen an einem großen Set aus unterschiedlichen Methoden bedienen müssen, um alle Vakanzen besetzen zu können. Kein „One Size Fits All“ – das Recruiting der Zukunft ist zielgruppenangepasst, individuell und enorm breit aufgestellt.

    Was sind die spannendsten Erkenntnisse, die ihr aus digitalen Verhaltensanalysen der Bewerber gezogen habt?

    Wir haben herausgefunden, dass Interessent:innen 75 % der Infos in Stellenanzeigen nicht lesen. Das bedeutet, dass die 25 %, die gelesen werden, unbedingt sitzen müssen. Dabei hängt es stark vom Job ab, welche 25 % das sind. Während für Vertriebler:innen Infos zur Vergütung und zu den Perspektiven niemals fehlen dürfen, sind Angaben zum Standort oft nebensächlich. ITler:innen wiederrum finden Infos zum Standort wichtig und möchten in Stellenanzeigen mehr über die Vision des Unternehmens erfahren. Bei ihnen treten ausführliche Aufgabenbeschreibungen in den Hintergrund, weil sie diese bereits dem Jobtitel entnehmen. Anders sehen das Marketing-Spezialist:innen, welche in Stellenanzeigen gezielt nach detaillierten Hinweisen zu den anstehenden Aufgaben suchen. Das Fazit: Unterschiedliche Zielgruppen ticken unterschiedlich. Deshalb ist es ungemein wichtig, den Inhalt und Aufbau der Stellenanzeigen an die Fach- und Führungskräfte anzupassen, die man erreichen möchte.

    Was ist aus deiner Sicht der häufigste Fehler bei Stelleninseraten?

    Fehler Nr. 1 ist es, jede Stellenanzeige, unabhängig vom Job, nach dem gleichen 0815-Schema aufzubauen. Jede Zielgruppe sucht nach anderen Inhalten, deshalb sollten diese Informationen stets im Fokus stehen. Fehler Nr. 2 ist es, eine Stellenanzeige zu erstellen und sie dann sich selbst zu überlassen. Die erste Version einer Sache ist niemals perfekt, es gibt immer Optimierungspotenzial. Deshalb ist es wichtig, unterschiedliche Ideen, Formulierungen und Inhalte auszuprobieren und auszuwerten, was am besten funktioniert. Und Fehler Nr. 3 ist es, seine Stellenanzeigen nicht mobil zu optimieren. 84 % der Interessent:innen rufen Stellenanzeigen über ihr Smartphone auf. Unternehmen müssen sicherstellen, dass der gesamte Bewerbungsprozess – angefangen vom Öffnen der Stellenanzeige bis hin zum Abschicken der Bewerbung – auch mobil funktioniert. Es muss auf jedem Gerät kinderleicht sein, sich zu bewerben.

    Wie lautet dein Geheimtipp, um das Interesse latent suchender Talente zu wecken?

    Seine Zielgruppe zu verstehen, ist das A und O. Wer Passivsuchende erreichen und überzeugen möchte, muss wissen, wo sie sich aufhalten und was sie interessiert. Fach- und Führungskräfte, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, verbringen keine Zeit auf Jobportalen oder den Karriereseiten einzelner Arbeitgeber:innen. In ihrem Alltag nutzen sie Social Media, die Wetterapp oder Fachwebsites – und dort kann man sie auch erreichen. Dies gelingt mithilfe von Performance-Marketing und aussagekräftigen Werbeanzeigen. Was diese Werbeanzeigen unbedingt brauchen, sind tatsächliche Benefits. Passivsuchende Kandidat:innen lassen sich schwerer überzeugen als aktivsuchende, da bei ihnen die Wechselmotivation erst einmal erzeugt werden muss. Kandidat:innen müssen deshalb auf einen Blick erkennen, welche Vorteile ihnen der Jobwechsel bieten würde, da sie sich nicht die Mühe machen, aufwendig zu recherchieren und nachzufragen.

    Wenn du jetzt mehr über digitale Strategien im Recruiting erfahren möchtest, dann melde dich gleich an zur DRX – der DIGITAL RECRUITING CONFERENCE & EXPO in Düsseldorf. Hier erfährst du alles über modernes Recruiting und erhältst an zwei Tagen die besten Tipps von über 50 Speakern.

  • 3 Möglichkeiten, wie digitale Verhaltensanalysen deinen Mitarbeitenden zu mehr Erfolg verhelfen

    3 Möglichkeiten, wie digitale Verhaltensanalysen deinen Mitarbeitenden zu mehr Erfolg verhelfen

    Was ist eine Verhaltensanalyse?

    Aber fangen wir mit den Basics an und schauen uns zunächst einmal an, was eine Verhaltensanalyse überhaupt ist. Der Begriff der Verhaltensanalyse stammt aus der Psychologie. Allgemein handelt es sich um eine Disziplin, die versucht, menschliches Verhalten zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen. Derartige Analysen können im Allgemeinen sowohl für die Authentifizierung als auch für Sicherheitszwecke nützlich sein.

    Der Vorteil digitaler Verhaltensanalysen

    Aber was hat das Ganze jetzt mit dem Alltag von HR-Mitarbeitenden zutun? In der Vergangenheit beschränkte sich die digitale Verhaltensanalyse oft auf die Vorhersage von Fluktuationsraten. Jetzt bietet sie Firmen unzählige Möglichkeiten, Produktivität, Leistung und Engagement im gesamten Unternehmen positiv zu beeinflussen. Sowohl im Recruiting als auch im Unternehmensalltag sind das Sammeln und Analysieren von Daten daher in den vergangenen Jahren wichtiger geworden. Spätestens mit dem Übergang zur vermehrter Remote-Arbeit bemühen sich viele Unternehmen, datengesteuerte Initiativen und Praktiken zu entwickeln, um das Engagement und die Produktivität der Mitarbeiter:innen zu verstehen und zu verbessern. Die digitale Verhaltensanalyse ähnelt demnach im Ansatz vielen anderen Marketing-Analyse-Modellen. Je besser du Job-Interessent:innen und Mitarbeiter:innen kennst, desto eher kannst du Prozesse individualisieren und optimieren.

    3 Möglichkeiten, wie digitale Verhaltensanalysen deinem Team zu mehr Erfolg verhelfen

    Schauen wir uns nun einmal 3 Möglichkeiten an, wie du mit digitalen Verhaltensanalysen dein Team konkret besser machen kannst und somit den Unternehmenserfolg förderst.

    1. Erfolgreiches Teambuilding & höhere Mitarbeiterzufriedenheit

    Digitale Verhaltensanalysen bieten die Möglichkeit noch bessere Teams zusammenzustellen. Sie können Personaler:innen helfen, die gewinnbringendsten Kombinationen aus Fähigkeit und Verhaltensweisen zu kombinieren. In Situationen, in denen die Persönlichkeiten im Team nicht so gut zusammenpasst, können Führungskräfte so rechtzeitig Maßnahmen treffen, um die Wahrscheinlichkeit von Konflikten zu verringern. Denn Konflikte wirken sich bekanntlich negativ auf die Zufriedenheit von Mitarbeitenden aus und sind ein großer Demotivator. Auch Kompetenzlücken lassen sich so frühzeitig erkennen und schließen.

    Zudem können solche Analysen helfen, um Belohnungsmechanismen zu bestimmen. In Verbindung mit subjektiven Informationen wie Umfrageantworten, die Einblicke in die Gefühle der Mitarbeiter geben, können Verhaltensanalysen der Führungsebene helfen, objektiv zu bestimmen, wie sie leistungsstarke Mitarbeiter für ihre gute Arbeit am besten anerkennen und belohnen. Denn nicht jeder wird gerne vor versammelter Mannschaft belohnt. Manche Mitarbeitende bevorzugen Anerkennung in kleinerer Runde. Sie fühlen sich durch öffentliche Kundgebungen sogar eher demotiviert.

    2. Erfolgreiches Recruiting & Reduzierung der Fluktuationsraten

    Der Erfolg einer Personalsuche wird üblicherweise anhand von drei übergeordneten Kennzahlen bemessen. Diese sind: 

    • minimale Time-to-Hire (Zeit bis zur Einstellung),
    • minimale Cost-per-Hire (Kosten für die Einstellung), und
    • maximale Retention (Verbleib der eingestellten Person im Unternehmen).

    Diese Kennzahlen reichen jedoch nicht aus, um Ansprachen oder einzelne Ausschreibungen verbessert. Dafür sind Kennzahlen wie Reichweite und Besucher:innenanzahl der Stellenanzeige, Interessent:innen, eingegangene Bewerbungen, Anzahl der Erstgespräche, Verweildauer etc. deutlich aussagekräftigere Werte. Diese Daten können dann mittels digitaler Verhaltensanalyse ausgewertet werden. Die gesammelten Erkenntnisse ergeben einen Wissensvorsprung für wirksame Optimierungen im Recruiting-Prozess, um das Unternehmen in das optimale Licht zu rücken und neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen.

    Digitale Verhaltensanalysen geben außerdem Aufschluss darüber, warum Mitarbeiter:innen ein Unternehmen verlassen. Häufig ist schlechtes Management ein Hauptgrund dafür. Denn Unternehmen, die einen einheitlichen Managementansatz verfolgen, erzielen in der Regel keine so gute Leistung wie Unternehmen, die individuelle Managementstile nutzen, die am besten für ihre Mitarbeiter:innen geeignet sind. 

    3. Wachstums- und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten

    Digitale Verhaltensanalysen können Führungskräften dabei helfen, zu bestimmen, welche Weiterbildungsprogramme für welche Mitarbeitenden geeignet sind. Sie helfen dabei, die am besten geeigneten Entwicklungskurse und Schulungen zu identifizieren und die Wirksamkeit solcher Programme zu bestimmen. Denn nicht jede Weiterbildungsmöglichkeit ist für jeden Mitarbeitenden gleich attraktiv. Hier sollte auch individuelle Vorlieben und Interessen geachtet werden. Denn nur so ist die notwendige Motivation sich weiterzuentwickeln garantiert.

    Fazit

    Digitale Verhaltensanalysen ermöglichen die Entwicklung einzigartiger Management- und Betriebspraktiken zur Verbesserung der Produktivität und des Engagements der Mitarbeitenden. Sie sind daher heutzutage unerlässlich, um Firmen erfolgreicher zu machen. Bedacht eingesetzt, können sie auch HR-Mitarbeitern helfen, talentierte Menschen in die richtigen Rollen zu bringen und sie gleichzeitig effektiv zu managen und zu motivieren. Dabei ist das Sammeln und auswerten von Verhaltensdaten die größte Herausforderung und daher mit Bedacht anzugehen.

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    Häufige Fragen (FAQ) zu „Digitale Verhaltensanalysen“

    Was ist eine Verhaltensanalyse?

    er Begriff der Verhaltensanalyse stammt aus der Psychologie. Allgemein handelt es sich um eine Disziplin, die versucht, menschliches Verhalten zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen.

    Welche Vorteile bietet eine digitale Verhaltensanalyse?

    Die digitale Verhaltensanalyse bietet Firmen unzählige Möglichkeiten, Produktivität, Leistung und Engagement im gesamten Unternehmen positiv zu beeinflussen.

  • Diversität im Unternehmen: So belebt sie die Firmenkultur

    Diversität im Unternehmen: So belebt sie die Firmenkultur

    Was bedeutet Diversität im Unternehmen und in der Firmenkultur?

    Eine Diversität in der Firmenkultur bzw. eine Vielfalt am Arbeitsplatz bedeutet, dass sich die Mitarbeiter:innen durch unterschiedliche Merkmale auszeichnen. Das heißt, Angestellte unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Herkunft und vieler weiterer Eigenschaften beleben die Firmenkultur.

    Die Vorteile von Diversität in der Firmenkultur

    Als Unternehmer:in oder Human Resources Manager:in ist es ratsam, die Firmenkultur von der Diversität im Personal profitieren zu lassen. Denn: Vielfalt bringt uns voran – nicht nur menschlich, sondern auch wirtschaftlich. Sie regt dazu an, sich auszutauschen und von anderen Ideen und Sichtweisen zu profitieren. Doch es gibt noch vieles mehr, warum Diversität eine wichtige Rolle spielen sollte.

    Höherer Innovationsgeist

    Die internationale McKinsey-Studie zeigt, dass Unternehmen mit mehr Vielfalt im Top-Management eine doppelte so hohe Wahrscheinlichkeit haben, überdurchschnittlich profitabel zu sein. Klingt kompliziert, liegt aber eigentlich auf der Hand. Durch den Austausch unterschiedlicher Erfahrungen der verschiedensten Persönlichkeiten entstehen oft die besten Ideen. Treffen beispielsweise verschiedene Generationen aufeinander, so können die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe viel besser verstanden und das Marketing perfekt optimiert werden.

    Interessante Arbeitsatmosphäre

    Außerdem schafft die Diversität ein Arbeitsumfeld, das davon geprägt ist, sich weiterzuentwickeln. Wer sich ständig mit Menschen umgibt, die nicht außerhalb der eigenen Weltanschauungen und Horizonte liegen, der wird sich auch nicht in neue Gebiete und Themen wagen. Eine Arbeitsatmosphäre, die von Abwechslung geprägt ist, ist für viele essenziell.

    Zufriedenere Mitarbeiter:innen

    Durch Diversität wird auch die Zufriedenheit deiner Mitarbeiter:innen steigen. Sie erkennen, dass du als Arbeitgeber jegliche Persönlichkeiten und Eigenschaften akzeptierst. Das sorgt für ein Gefühl von Sicherheit und Loyalität dem eigenen Unternehmen gegenüber.

    Ideales Employer Branding-Instrument

    Um die richtigen Mitarbeiter:innen zu finden und zu halten, ist Employer Branding ein wichtiges Instrument. Es zeigt potentiellen Angestellten wofür du mit deinem Unternehmen als Arbeitgeber stehst. Diversität öffnet nicht nur die Möglichkeiten auf dem Arbeitnehmer:innenmarkt, sondern spricht auch die an, die sich in anderen Unternehmen eventuell nicht akzeptiert fühlen oder schon einmal schlechte Erfahrungen mit Inklusion und Akzeptanz am Arbeitsplatz gemacht haben. Sei also ein echtes Vorbild und gewinne dazu noch die richtigen Mitarbeiter:innen!

    4 Tipps, um Diversität zu fördern

    Auch in deinem Unternehmen kannst du Diversität mit wenigen Schritten integrieren. Wir haben dir dafür die besten Tipps gesammelt:

    Schaffe Chancengleichheit im Bewerbungsprozess!

    Diversität beginnt beim Recruiting. Um möglichst viele verschiedene Typen an Menschen zu versammeln, sollte der Bewerbungsprozess überdacht werden. Diskriminierung aufgrund von Alter, Geschlecht oder Herkunft zu vermeiden, ist dabei unabdingbar. Auch darüber hinaus gibt es Möglichkeiten das Team möglichst divers auszubauen. So sollte der Fokus im ersten Auswahlverfahren nicht nur auf dem Abschluss oder den Noten der Bewerber:innen liegen, sondern auch auf ihren Soft Skills und Persönlichkeitseigenschaften.

    Sorge für Inklusion!

    Damit die Möglichkeit für ein divers aufgestelltes Team besteht, müssen auch die Strukturen dies unterstützen. Das bedeutet: Sprachbarrieren müssen aufgehoben oder minimiert werden, Barrierefreiheit hergestellt werden und Menschen mit Behinderung so integriert werden können. Ohne diese Anpassungen kann Diversität im Arbeitsalltag nicht gelebt werden. Diese Maßnahmen können ganz verschieden aussehen: Sprachkurse anbieten, Rollstuhl-Rampen einbauen und Arbeitsplätze behindertengerecht ausstatten.

    Biete flexible Arbeitsmodelle an!

    Menschen unterschiedlicher Altersstufen befinden sich meist in verschiedenen Lebenslagen. Flexible Arbeitszeiten oder auch ein Teilzeit-Angebot sind hier die Lösung. Egal ob als frischgebackene Eltern oder kurz vor dem Ruhestand – wer beruflich kürzer treten muss oder möchte, sollte dazu die Möglichkeit haben. So bleiben Mitarbeiter:innen zudem länger im Unternehmen und fühlen sich akzeptiert.

    Vermittle Kompetenzen im Umgang mit Diversität!

    Um Diversität zu fördern, bewusster zu machen und zu etablieren, müssen deine Mitarbeiter:innen auch entsprechend informiert und ausgebildet werden. Dazu können Seminare abgehalten werden, die Inklusion fördern und Awareness schaffen. Auch Gleichstellungsbeauftragte können eine unterstützende Funktion einnehmen.

    Fazit

    Insgesamt lohnt es sich für Unternehmen das Thema Diversität in den Vordergrund zu rücken. Das stärkt nicht nur das Verhältnis zu aktuellen Mitarbeiter:innen und erhöht die Arbeitgeber-Chancen auf dem Jobmarkt, sondern kann ein echter Motor für Innovation sein. Der Weg zu mehr Diversität kann für jedes Unternehmen anders aussehen, jedoch solltest du den ersten Schritt in jedem Fall wagen.

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    Was heißt Diversität im Unternehmen?

    Eine Diversität in der Firmenkultur bzw. eine Vielfalt am Arbeitsplatz bedeutet, dass sich die Mitarbeiter:innen durch unterschiedliche Merkmale auszeichnen.

    Was sind die Vorteile von Diversität im Unternehmen?

    Die Vorteile sind vielfältig, darunter zählen: ein höherer Innovationsgeist, eine interessante Arbeitsatmosphäre, die Zufriedenheit deiner Mitarbeiter:innen und die Nutzung als Employer Branding Instrument.

  • Die 5 besten Portale für Stellenanzeigen

    Die 5 besten Portale für Stellenanzeigen

    Woran erkenne ich gute Portale für Stellenanzeigen?

    Portale für Stellenanzeigen gibt es viele. Für Nutzer:innen wie auch für Recruiter:innen ist es natürlich wichtig, aus der Masse das auszuwählen, das die eigenen Anforderungen am besten abdeckt. Das können je nach Branche oder gesuchter Position andere Stellenanzeigen-Portale sein. Grundsätzlich solltest du aber auf einige Faktoren achten, die auf eine beliebte Jobbörse hinweisen:

    1. Viele Unternehmen und Stellenanzeigen
      Bewerber:innen, die sich proaktiv umsehen, nehmen überwiegend Stellenanzeigen-Portale, auf denen es eine große Auswahl gibt. So erhoffen sie sich eine höhere Chance, eine passende Ausschreibung zu finden.
    2. Qualität der Stellenanzeigen auf dem Portal
      Um potenzielle Kandidat:innen zu überzeugen, müssen die Stellenanzeigen eines Portals alle wichtigen Informationen enthalten und die Stellenanzeigen ansprechend aufbereitet sein. Manche Portale für Stellenanzeigen sammeln darüber hinaus Informationen über die gelisteten Firmen, die dort Ausschreibungen veröffentlichten. Nicht zu unterschätzen ist auch die Aktualität der ausgeschriebenen Jobs, denn ältere Veröffentlichungen werden meist nicht berücksichtigt.
    3. Jobagent
      Der sogenannte Jobagent – der Name variiert von Portal zu Portal – informiert Interessent:innen automatisch per Mail über neue Angebote, die auf sie zutreffen. Das kann dir wiederum den Zugang zu möglichen Bewerber:innen erleichtern, wenn du über ein solches Stellenanzeigen-Portal nach neuen Mitarbeiter:innen suchst.
    4. Profile für Bewerber:innen
      Einige Portale für Stellenanzeigen bieten Bewerber:innen die Möglichkeit, sich mit einem Profil zu registrieren und dort ihren Lebenslauf hochzuladen. Zum einen erleichtert das so die Bewerbung über dieses Portal, da die Kandidat:innen nicht jedes Mal ihre Unterlagen mitschicken müssen. Zum anderen eröffnet es (bei Einwilligung durch die Nutzer:innen) dir als Unternehmen die Möglichkeit, geeignete Personen zu finden und via Active Sourcing zu kontaktieren.

    Das sind die 5 besten Portale für Stellenanzeigen

    Wie bereits erwähnt, kommt es auf den Einzelfall an, ob dieses oder jenes Stellenanzeigen-Portal am besten für deine individuelle Ausschreibung geeignet ist. Dennoch gibt es natürlich besonders beliebte und bekannte Anbieter. Die 5 bekanntesten und besten Portale für Stellenanzeigen stellen wir dir nachfolgend vor.

    1. Arbeitsagentur

    Es klingt banal, sie hier aufzuzählen, aber die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit gehört zu den größten deutschen Portalen für Stellenanzeigen. Mit zahlreichen Stellenanzeigen aus diversen Branchen und für unterschiedliche Berufslevel können von Berufseinsteiger:innen über Arbeitslose bis hin zu Quereinsteiger:innen alle fündig werden. Die Bundesagentur für Arbeit bietet Bewerber:innen darüber hinaus die Möglichkeit, ein eigenes Profil anzulegen und auch Stellengesuche zu schalten.

    2. Indeed

    Indeed gilt als das vielleicht größte – und nicht zuletzt durch seine Werbung – bekannteste Portal für Stellenanzeigen. Als sogenannte Meta-Jobbörse können hier nicht nur eigene Ausschreibungen veröffentlicht werden, sondern es werden auch Stellenangebote aus dem Internet gesammelt. Auch hier besteht die Möglichkeit für Suchende, ihren Lebenslauf hochzuladen, um so von Unternehmen gezielt angesprochen werden zu können. Bei Indeed kannst du als Arbeitgeber:in kostenlos Stellenanzeigen schalten, diese jedoch gegen Aufpreis als Premium-Ausschreibung markieren.

    3. Jobware

    Im Gegensatz zu den bisher genannten Stellenanzeigen-Portalen fokussiert sich Jobware auf Jobs für Fach- und Führungskräfte. Hier ist die Masse der Ausschreibungen zwar geringer, allerdings ist die Zielgruppe deutlich konkreter. Interessant für Bewerber:innen, die unbedingt eine Rückmeldung erhalten möchten, ist die Feedback-Garantie: Nach zwei Wochen ohne Rückmeldung auf ihre Bewerbung können sie sich an das Portal wenden, welches dann beim besagten Unternehmen nachfragt. Bei Jobware kannst du umfangreiche Leistungen in verschiedenen Paketen buchen, um deine Stellenanzeigen zu bewerben. Die Kosten liegen hier zwischen 900 Euro und knapp 1.500 Euro.

    4. Monster

    Als Pionier im Bereich der Portale für Stellenanzeigen hat sich Monster bis heute aktuell gehalten. Die Suchbegriffe von Nutzer:innen werden dabei im Browser gespeichert, sodass sie die Suche auch bequem zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen können. Darüber hinaus lassen sich hier auch internationale Stellenausschreibungen veröffentlichen und Interessent:innen können sich direkt über das Portal bewerben. Monster bietet drei Pakete, die je nach Preis unterschiedlich lange laufen und eine größere oder kleinere Menge an Kontakten genieren sollen (Kosten zwischen 315 Euro und 1.050 Euro).

    5. Stepstone

    Auch Stepstone gehört zu den früh etablierten Portalen für Stellenanzeigen und ist mittlerweile seit über 25 Jahren im Geschäft. Mit rund 8 Millionen Downloads der eigenen App zur Jobsuche verfügt der Anbieter über einen großen Markt und somit ein vielfältiges Publikum, das du durch deine Ausschreibungen ansprechen kannst.

    Fazit: Die besten Portale für Stellenanzeigen wählst du

    Worauf legst du bei der Auswahl aus den Portalen für Stellenanzeigen am meisten Wert? Große Reichweite oder spezifische Zielgruppe? Was verspricht dir mehr Erfolg? Was kannst du dir finanziell leisten? Anhand dieser Faktoren kannst du das Angebot selektieren und eine Entscheidung treffen.

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    FAQ: Portale für Stellenanzeigen

    Wo suchen Bewerber:innen nach Stellen?

    Die wichtigsten Faktoren für Bewerber:innen an Portalen für Stellenanzeigen sind eine vielversprechende Menge an Inseraten sowie eine hohe Qualität der dort platzierten Ausschreibungen. Darüber hinaus sind Jobagents, die proaktiv über interessante Stellenausschreibungen informieren, ein wichtiger Faktor, ebenso wie die Möglichkeit, sich dort ein Profil zu erstellen, das den Bewerbungsprozess vereinfacht und Unternehmen die Möglichkeit auf Active Sourcing eröffnet.

    Welches sind die besten Jobbörsen?

    Die 5 bekanntesten und beliebtesten Portale für Stellenanzeigen sind die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Indeed und Jobware sowie Monster und Stepstone.

  • Das sind die 3 wichtigsten Vorteile von HR-Software

    Das sind die 3 wichtigsten Vorteile von HR-Software

    Was ist eine HR-Software und wofür braucht man sie?

    Definition

    Grob zusammengefasst: Eine HR-Software unterstützt Personalarbeit durch digitale Prozesse. Dazu gehören etwa die Erfassung, Verwaltung, Bearbeitung und Auswertung personenbezogener Daten von Mitarbeitern oder Bewerbern eines Unternehmens. Synonym werden häufig auch Begriffe wie zum Beispiel Personalmanagement-Software oder Human Resources Management System, kurz HRMS, verwendet. Ein solches Programm digitalisiert Prozesse und dient daher als wichtiges Steuerungselement für Personalprozesse. Es trägt somit zu einem deutlich effizienterem und unkomplizierterem Workflow in der Personalabteilung bei.

    Wofür wird ein HR-Management System genutzt?

    Besonders in der Personalabteilung fällt eine große Menge administrativer Aufgaben an. Dazu gehören viele Routineaufgaben wie beispielsweise die Datenpflege oder Personalauswertung. Mittels einer HR-Software können derartige Angelegenheiten beschleunigt und überwiegend automatisiert abgewickelt werden. Mit einer solchen lassen sich u.a.:

    1. Anfragen von Mitarbeitern und Führungskräften bearbeiten
    2. Recruiting-Prozesse managen und koordinieren
    3. Onboarding-Prozesse vereinheitlichen und strukturieren
    4. Personaldaten manuell auswerten
    5. Personalakten pflegen
    6. Urlaube und Fehlzeiten verwalten
    7. Arbeitszeiten erfassen
    8. Lohn- und Gehaltsabrechnungen einsehen und verschicken

    Welche Arten von HR-Software gibt es?

    Unterschieden wird bei HR-Software zwischen Cloud- und On-Premise-Lösungen. Bei einer Cloud-Software werden Daten in einer Cloud, also nicht auf einem Computer, abgelegt. Als On-Premise wird eine vor Ort installierte Lösung bezeichnet. Der Lizenznehmer betreibt diese in eigener Verantwortung auf seiner eigenen oder mit gemieteten Hardware.

    Die 3 wichtigsten Vorteile von HR-Software im Überblick

    Im Kern geht es also um Effizienz und Effektivität. Denn werden einfache Prozesse überhaupt erst einmal eingeführt, gewinnen HR-Abteilungen einen besseren Überblick und Optimierungsmöglichkeit. Denn wenn Informationen zentral verwaltet und dargestellt werden, schafft das Transparenz und Zeitersparnis. Außerdem ist Technologie weniger anfällig für Fehler. Im folgenden Abschnitt haben wir daher die 3 wichtigsten Vorteile von HR-Software zusammengefasst.

    1. Administrative Entlastung

    Zu den wichtigsten HR-Prozessen zählen üblicherweise die Urlaubs- und Fehlzeitenverwaltung, die Einsichtnahme in die Personalakte sowie der Versand der Lohn- und Gehaltsdokumente. All dies sind Vorgänge, die immer gleich ablaufen und die mittels einer HR-Software leicht zu automatisieren sind. Durch die Automatisierung entfällt eine große Last, und es bleibt mehr Zeit für andere Aufgaben wie etwa das Talent-Management.

    2. Einheitliche Prozesse = Zeitersparnis

    Eine HR-Software hilft wesentlich dabei standardisierte Prozesse einzuführen und beizubehalten. Möglichst unbürokratische und unkomplizierte Prozesse sind ein hervorragendes Aushängeschild für Unternehmen. Dadurch, dass Personaler immer dem gleichen Ablauf befolgen treten sie sowohl Bewerbern als auch Mitarbeitern gegenüber professioneller auf und gewinnen dadurch automatisch an Respekt und Akzeptanz. Auch sind Abläufe durch ihre einfache und immer gleichbleibende Struktur verständlicher für das gesamte Team.

    3. Große Nutzerfreundlichkeit

    Ein wichtiger Bereich des Personalmanagements ist auch die Unterstützung von Führungskräften und Teamleads bei Personalfragen. Klassischerweise betrifft dies das Einsehen von Arbeitsverträgen und Gehaltsvereinbarungen, das Identifizieren von Skills und Qualifikationen, das Planen von Stellen anhand definierter Anforderungen sowie die Analyse der Personalsituation und der Arbeitskapazität pro Kopf. Auch helfen Personaler der Führungsebene dabei die Urlaubs- und Fehlzeiten im Team oder in der Abteilung zu überblicken. Allerdings stehen die Parteien dabei vor verschiedenen Herausforderungen:

    • Die Personalabteilung muss aufwendig recherchieren, um die benötigten Informationen zusammen zutragen,
    • währenddessen warten die Führungskräfte auf eine Rückmeldung und können Entscheidungen nicht unverzüglich treffen.

    Mit einer Software fürs Personalmanagement lässt sich dieses Problem rausch in den Griff kriegen, denn Daten sind schnell verfügbar. Mitarbeiterinfos und die Personalakten stehen so zentral und damit schnell zur Verfügung. Diese können direkt ans Management weitergeben werden. Auch Auswertungen und Analysen lassen sich mit wenigen Klicks im Programm selbst erstellen und weitersenden. Auch kann man Führungskräften gewisse Eingriffsrechte erteilen, sodass diese nur gewisse Daten einsehen können. Dadurch sparen sich Teamleads lästige Anfragen an die Personalabteilung.

    Weitere Vorteile von HR-Software

    Doch eine HR-Software bietet Unternehmen noch viele weitere Vorteile. Dazu gehören:

    • Einheitliche HR-Datengrundlage
    • Bessere Service- und Prozess-Qualität
    • Kostenreduktion durch Verschlankung und Vereinfachung
    • Sichere Datenhaltung sowie Einhaltung von Datenschutz und der DSGVO
    • Einfachere Erfassung von Daten
    • Bessere Auswertungsmöglichkeiten und einfacheres Reporting
    • Bessere Zugriffsmöglichkeiten für alle Parteien

    Die richtige HR-Software auswählen

    Es sind inzwischen viele verschiedene HR-Softwares auf dem Markt. Nicht alle passen zu den Anforderungen und Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens und der Benutzer. Diese können von Branche zu Branche immerhin gänzlich verschieden sein. Bei der Suche sollten sich HR-Manager und Führungskräfte daher fragen:

    • Mit welchem Ziel soll eine neue HR-Software angeschafft werden?
    • Was muss die Lösung können und wobei soll sie künftig unterstützen?
    • Welche Software bietet mir den größten Vorteil und warum?
    • Welche Schnittstellen braucht das Programm?
    • Wer ist verantwortlich für was und wann?
    • Wie hoch ist das Budget für eine HR-Software?

    Die bekannteste HR-Software: Personio

    Eine der weltweit bekanntesten HR-Software-Lösungen ist übrigens Personio. Aus einem vierköpfigen Gründerteam hat sich Personio mittlerweile zu einem Unternehmen mit über 400 Mitarbeitenden entwickelt. Das Unternehmen überzeugt mit dem eigens entwickelten Programm nicht nur Firmen, sondern auch Business Angels aus dem Tech Standort Nummer Eins: Silicon Valley. Die Lösung von Personio deckt die folgenden Bereiche ab:

    • Rekrutierungsprozess
    • Bezahlungen
    • Verwaltungstätigkeiten
    • Tracking der Entwicklung von Mitarbeitenden
    • Strukturierte Erfassung der Personaldaten
    • Workflows

    Es handelt sich um eine Komplettlösung für das Mitarbeitermanagement – von Recruiting bis Kündigung. Die Software basiert zudem auf einer flexiblen Cloud-Lösung, was Personio zu einem Vorreiter in der Branche macht. Mitarbeiteri:nnen können den eigenen Urlaub mit nur einem Klick beantragen. Zudem reduziert das Programm Kommunikationswege sowie den administrativen Aufwand auf ein Minimum.

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    Häufige Fragen (FAQ) zu HR-Software

    Was ist eine HR-Software?

    Eine HR-Software unterstützt Personalarbeit durch digitale Prozesse. Dazu gehören etwa die Erfassung, Verwaltung, Bearbeitung und Auswertung personenbezogener Daten von Mitarbeitern oder Bewerbern eines Unternehmens. Synonym werden häufig auch Begriffe wie zum Beispiel Personalmanagement-Software oder Human Resources Management System, kurz HRMS, verwendet.

    Was sind die wichtigen Vorteile einer HR-Software?

    Zu den wichtigsten Vorteilen gehören: Zeitersparnis, geringe Kosten, Effizenzsteigerung und Optimierung von Workflows.

  • Thorsten Piening: Er weiß, wie Google-Stellenanzeigen funktionieren!

    Thorsten Piening: Er weiß, wie Google-Stellenanzeigen funktionieren!

    Thorsten Piening ist Mitgründer und Gesellschafter von persomatch. Sein Unternehmen ist dabei auf das Schalten von Stellenanzeigen auf Google spezialisiert. Google Ads, Google for Jobs oder Google SEO gehören zu seinen Spezialgebieten. Auch davor war der Experte bereits selbstständig und hat mehrere Unternehmen erfolgreich gegründet und verkauft. Als Dozent an verschiedenen Hochschulen und Institutionen bildet er Wissbegierige weiter und verrät Tipps zu Recruiting und Employer Branding. Außerdem hat Thorsten Piening bereits ein Buch geschrieben, das den Titel trägt „Suchmaschinenmarketing in der Personalakquise“. Im Interview hat er uns einen spannenden Einblick gegeben.

    Was sind derzeit die größten Herausforderungen im Recruiting?

    Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel ist nicht nur bei den Unternehmen angekommen, sondern auch spürbar für die breite Gesellschaft. Überall sieht man Stellenanzeigen und Stellenangebote und die Einschränkungen nimmt man nicht nur über längere Wartezeiten am Flughafen wahr, sondern auch durch eingeschränkte Öffnungszeiten bei Restaurants oder der Verfügbarkeit von Handwerkern. Die Anzahl der so genannten Engpassberufe steigt kontinuierlich und wir haben aktuell ca. 2.000.000 unbesetzte Stellen: Tendenz steigend. Jährlich werden uns in den nächsten Jahren jeweils ca. 500.000 Mitarbeitende am Arbeitsmarkt fehlen und der „War for Talents“ wird mehr und mehr Realität. Es wird immer schwieriger Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden. Denn erschwerend kommt hinzu, dass die Fluktuation in Deutschland zunimmt: insbesondere bei der jüngeren Zielgruppen, die andere Ansprüche an Arbeitgebende stellen als noch vor 10 oder 20 Jahren. Es gibt heute schlichtweg kein Unternehmen mehr, was keine Mitarbeitende sucht und es wird immer schwieriger diese zu gewinnen.

    Wieso ist Google die richtige Plattform für Recruiting und das Schalten von Stellenanzeigen?

    Google ist nachweislich die erste Anlaufstelle zum Thema Jobs: vor allen Jobbörsen, Stellenanzeigen in Tageszeitungen oder auch der Agentur für Arbeit. 72,3 % aller, die eine neue berufliche Herausforderung suchen, beginnen die Suche bei Google. Im Bereich der Schulabgänger:innen liegt der Anteil schon bei 84,3 %. Viele Unternehmen priorisieren ihre Maßnahmen immer noch falsch. Im Bereich Ausbildung wird immer noch auf Facebook gesetzt, obwohl die jüngeren Zielgruppen dort nicht mehr anzutreffen sind. Es gibt immer noch Firmen, die auf klassische Printanzeigen in Tageszeitungen setzen. Google verzeichnet monatlich mehr als 70.000.000 Suchanfragen zum Thema Jobs. Was liegt näher, als die Stellenanzeigen direkt dort zu positionieren. Dabei ist es wichtig, nicht nur auf Google for Jobs zu setzen, sondern die Stellen an erster Stelle bei Google anzeigen zu lassen über Google Ads und auch Suchmaschinenoptimierung zur Optimierung der Stellenanzeigen zu nutzen. Das alles decken wir sehr erfolgreich mit persomatch ab.

    Wenn man eine Stellenanzeige bei Google schalten möchte: Was sollte man unbedingt beachten, um Erfolg zu haben?

    70 Prozent aller Suchanfragen sind einmalig und nicht wiederkehrend und so verhält es sich auch beim Thema Jobs. Diese werden mit unterschiedlichsten Suchwörtern und Suchwortkombinationen gesucht. Teils mit der zu erwartenden Qualifikation, wie z.B. „Job als Quereinsteiger“ oder „Job ohne Ausbildung“ oder nach Umfang der Stelle, wie z.B. „Job Teilzeit“, „450 Euro Job“, „Minijob“, etc. Zudem werden Jobs mit Branche gesucht, in Kombination mit dem Einsatzort oder auch mit variierenden Jobtiteln. Hier ist es wichtig, unter den relevanten Begriffen ganz vorne gefunden zu werden. Daher bewerben wir die einzelne Stelle per Google Ads durchschnittlich mit 500 bis 900 unterschiedlichen Suchwortkombinationen. Bei Google for Jobs und über Google SEO kann man nur begrenzt Schlüsselwörter einsetzen, aber das kann man mit Google Ads perfekt lösen. Und es ist wichtig in allen Disziplinen (Google Ads, Google for Jobs und Google SEO) präsent zu sein. Nur so schöpft man das gesamte Potenzial aus.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Klar den Fokus auf Google zu setzen und entsprechend richtig zu priorisieren. Aber losgelöst vom Traffic, den Google bringt, sollten die klassischen, langweiligen Stellenanzeigen verschwinden. Arbeitgeber müssen sich heute und zukünftig bei Arbeitnehmenden bewerben und hier geht es vielmehr um Marketing und Verkauf, d.h. Employer Branding wird immer wichtiger und vor allen Dingen das Herausstellen wesentlicher Merkmale, die den potenziellen Arbeitgeber auszeichnen. Ob es Home Office-Regelungen sind, Benefits für die Mitarbeiter, flexible Arbeitszeiten, das Firmenfahrrad, betriebliches Gesundheitsmanagement, etc.: Unternehmen müssen weit mehr bieten als nur die Vergütung. Aber das Umdenken findet nur sehr zögerlich statt. Dabei sind diese Maßnahmen nicht nur wichtig zur Gewinnung neuer Mitarbeitender, sondern vor allen Dingen auch zur Bindung derselbigen.

    Und welche Fehler sollten dahingehend unbedingt vermieden werden?

    Karriereseiten sollten sich mehr am E-Commerce orientieren. Hier versuchen Shops es den Kunden so einfach und komfortabel wie möglich zu machen, ein Produkt zu erwerben. Wenn man sich aber heute viele Karriereseiten oder Stellenanzeigen anschaut, dann sind diese teilweise nicht einmal für mobile Endgeräte optimiert, Bewerbende müssen sich aufwendig registrieren und es gibt zu wenige Alternativen der Bewerbung als solches, wie z.B. die Sprach- oder Videobewerbung, die Bewerbung per Whatsapp oder auch alternative Kontaktmöglichkeiten zum Unternehmen. Hier gibt es unglaublich großen Nachholbedarf. Ich habe dazu auch mehrere Whitepaper verfasst wie z.B. „11 Tipps für das Recruiting“ oder „7 Tipps für die Karrierewebsite“, die man sich kostenlos auf unserer Website anfordern kann.

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings?

    Der Erfolg von Unternehmen wird zukünftig nicht mehr davon abhängen neue Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern, sondern Mitarbeitende für sich zu gewinnen und zu binden, denn diese sind die tatsächlichen Leistungserbringer und -träger. Wir haben einen Arbeitnehmermarkt und je schneller das Unternehmen erkennen und umdenken, desto größer sind die Chancen den „War for Talents“ für sich zu entscheiden.

    Wenn du jetzt mehr über digitale Strategien im Recruiting erfahren möchtest, dann melde dich gleich an zur DRX – der DIGITAL RECRUITING CONFERENCE & EXPO in Düsseldorf. Hier erfährst du alles über modernes Recruiting und erhältst an zwei Tagen die besten Tipps von über 50 Speakern.

  • 5 verhängnisvolle Fehler im Arbeitsrecht

    5 verhängnisvolle Fehler im Arbeitsrecht

    Das Arbeitsrecht regelt die Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen zwischen Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen. Es definiert also die Rahmenbedingungen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über klassische arbeitsrechtliche Fallen und geltende Grundsätze.

    1. Krankheit

    Der Klassiker im Arbeitsrecht sind Streitigkeiten rund ums Thema Krankheit. Arbeitnehmer:innen haben grundsätzlich einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall in Höhe von 100 Prozent bis zur Dauer von 6 Wochen. Aber Achtung: Nicht jeder Schnupfen führt zu Arbeitsunfähigkeit. Arbeitsunfähig ist man erst dann, wenn man außerstande ist, die nach dem Arbeitsvertrag geschuldete Arbeitsleistung zu verrichten. Zum Beispiel kann ein Dachdecker mit gebrochenem Fuß seine Arbeit nicht verrichten. Ein Büroangestellter hingegen schon.

    Eine Entgeltfortzahlungspflicht im Krankheitsfall besteht nicht, wenn Arbeitgeber:innen grob gegen das von einem vernünftigem Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhalten verstoßen, und es da­her un­ge­recht wäre, die Fol­gen die­ses völlig leicht­sin­ni­gen Ver­hal­tens auf die Ar­beit­ge­ber:in ab­zuwälzen. Das wäre zum Beispiel bei einer körperlichen Verletzung durch eine Trunkenheitsfahrt der Fall.

    So melden sich Arbeitnehmer:innen richtig krank

    Als Ar­beit­neh­mer:in bist du ge­setz­lich da­zu ver­pflich­tet, deinem Ar­beit­ge­ber

    1. die Tat­sa­che ih­rer Ar­beits­unfähig­keit, und
    2. de­ren vor­aus­sicht­li­che Dau­er

    „un­verzüglich“ an­zu­zei­gen. Ergo Arbeitnehmer:innen müssen am 1. Tag ihrer Arbeitsunfähigkeit im Betrieb anrufen und der Arbeitgeber:in Bescheid geben, dass und wie lange sie voraussichtlich krank sind. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Tage, muss zusätzlich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden. Arbeitgeber:innen dürfen jedoch auch schon früher eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen.

    Aber Achtung: Arbeitnehmer:innen müssen nicht mitteilen, woran sie erkrankt sind bzw. was die Ursache für die Arbeitsunfähigkeit ist. Grundsätzlich geht hier das individuelle Persönlichkeitsrecht den Arbeitgeberinteressen vor. Das gilt im Arbeitsrecht sogar bei ansteckenden Krankheiten.

    2. Überstunden

    Überstunden sind ein immer wiederkehrendes Streitthema im Arbeitsverhältnis. Müssen Arbeitnehmer:innen Überstunden leisten? Und wenn ja, wie viele? Und was ist mit Ausgleich in Geld und Freizeit? Erstmal gilt die goldene Regel: Niemand ist zu Überstunden verpflichtet. Nur unser besonderen Umständen dürfen Arbeitgeber:innen Mehrarbeit vorschreiben.

    Überstunden vertraglich abgelten

    Die oft anzutreffende Klausel, wonach mit dem regulären Gehalt jegliche Überstunden abgegolten sein sollen, ist unwirksam. Denn der Arbeitnehmer:innen wissen bei einer solchen Klausel nicht, worauf sie sich einlassen. Sie ist somit intransparent. Eine Klausel, wonach Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, ist jedoch im Arbeitsrecht nicht grundsätzlich untersagt. Allerdings muss eine Zahl bzw. ein Prozentsatz festgelegt werden. Hierbei ist zu beachten, dass Arbeitnehmer:innen jedoch nicht unangemessen benachteiligt werden dürfen.

    Maximale Wochenarbeitszeit im Arbeitsrecht

    Grundsätzlich gilt: Die maximale wöchentliche Arbeitszeit liegt bei 48 Stunden, die Höchstgrenze am Tag bei maximal 10 Stunden. Allerdings sind 60 Stunden Arbeitszeit pro Woche nur in Ausnahmen erlaubt und auch nur, wenn innerhalb von 6 Monaten bzw. 24 Wochen im Durchschnitt die Arbeitszeit von 8 Stunden nicht überschritten wird. Vom Gesetz abweichende Klauseln sind rechtswidrig.

    3. Abmahnung

    Ebenfalls geht es im Arbeitsrecht oft um Abmahnungen. Mit einer Abmahnung beanstanden im Arbeitsrecht Arbeitgeber:innen ein bestimmtes arbeitsvertragswidriges Fehlverhalten eines Arbeitnehmenden und drohen gleichzeitig für den Fall der Wiederholung negative Rechtsfolgen an. Sie kann jedoch auch von Arbeitnehmer:innen ausgesprochen werden.

    Regelmäßig ist eine Abmahnung im Arbeitsrecht Voraussetzung dafür, dass im Widerholungsfall aus verhaltensbedingten Gründen ordentlich gekündigt werden kann. Durch die Abmahnung bekommen Arbeitnehmer:innen die Chance ihr Verhalten zu ändern und somit eine Kündigung zu vermeiden.

    Ei­ne Ab­mah­nung muss nicht un­be­dingt schrift­lich er­teilt wer­den. Auch ei­ne münd­lich aus­ge­spro­che­ne Ab­mah­nung ist im Arbeitsrecht wirk­sam. Jedoch können Ab­mah­nun­gen nur we­gen Ver­trags­verstößen aus­ge­spro­chen wer­den. Krank­heits­be­ding­te Fehl­zei­ten be­rech­ti­gen da­her beispielsweise nicht zu ei­ner Ab­mah­nung. 

    4. Kündigung

    Als Kündigung gilt im Arbeitsrecht eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung, durch die das Arbeitsverhältnis nach dem Willen des Kündigenden für die Zukunft, sofort oder nach Ablauf der Kündigungsfrist unmittelbar beendet werden soll. Die Vertragspartner:in braucht mit der Kündigung nicht einverstanden zu sein, da es sich um eine einseitige Erklärung handelt.

    Unwirksame Kündigungen können teuer werden

    Eine unwirksame Kündigung kann für Arbeitgeber:innen schwerwiegende Folgen haben – vor allem finanzieller Natur. Zum Beispiel können Arbeitgeber:innnen durch ein Gericht zur Lohnfortzahlung verpflichtet werden. Daher ist es ratsam ordentlich zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Kündigung im konkreten Fall vorliegen. Diese wären:

    • Ordnungsgemäße Kündigungserklärung
    • Einhaltung der Schriftform
    • Angabe von Kündigungsgründen
    • Einhaltung der Kündigungsfrist (ordentliche Kündigung)
    • Zugang der Kündigung beim Arbeitnehmer

    5. Arbeitszeugnis

    Nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses schreibt das Arbeitsrecht Arbeitnehmenden einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis zu. Dabei handelt es sich um eine Urkunde, die die Arbeitgeber:in in Schriftform auszustellen hat. Bei künftigen Bewerbungen haben diese Zeugnisse häufig einen hohen Stellenwert, denn je besser desto eher bringen sie Vorteile bei der Jobsuche.

    Wirksame Formulierung im Arbeitsrecht

    Das Abschlusszeugnis muss klar, verständlich sowie „wahr und wohlwollend“ formuliert sein. Zweideutige Formulierungen sind also tabu! Zudem beinhaltet ein formal korrektes (einfaches) Arbeitszeugnis Hinweise zu Dauer, Art und Umfang der Tätigkeit. Weiter darf das Sozialverhalten und die Arbeitsleistung bewertet werden. Man spricht dann von einem qualifiziertem Arbeitszeugnis.

    Schlechtes Arbeitszeugnis

    Arbeitgeber:innen sollten bei der Zeugniserstellung stets sehr sorgfältig vorgehen, um keine Schadensersatzansprüche von ehemaligen Arbeitnehmenden zu riskieren. Denn wer mit seinem Arbeitszeugnis unzufrieden ist, kann ab drei Wochen nach Erhalt eine Zeugnisberichtigungsklage einreichen. Allerdings müssen Kläger:innen, sofern das Zeugnis nicht schlechter als Durchschnittsnote drei ausfällt, beweisen, dass das Zeugnis nicht den Tatsachen entspricht. Der Anspruch auf Korrekturen am Arbeitszeugnis verfällt nach maximal 15 Monaten.

    Fazit: Arbeitsrecht ist nicht zu vernachlässigen

    Das Arbeitsrecht ist sensibel, aber unfassbar relevant für unsere Arbeitswelt und somit für unseren Alltag. In Deutschland ist das Arbeitsrecht grundsätzlich sehr Arbeitnehmer:innen freundlich gestaltet. Daher sollten Arbeitgebende stets Vorsicht walten lassen und sich im Zweifel juristische Hilfe suchen. Wer sich nicht oder nur schlecht auskennt, läuft Gefahr in eine Falle zu tappen.

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    Häufige Fragen (FAQ) zu „Arbeitsrecht“

    Was fällt unter das Arbeitsrecht?

    Das Arbeitsrecht regelt die Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen. Es dient dem Arbeitnehmerschutz. Es umfasst eine Reihe an Gesetzen, Verordnungen und weiteren Bestimmungen.

    Wie sind die gesetzlichen Kündigungsfristen?

    Gemäß § 622 BGB kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 4 Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

  • Agiles Arbeiten: So performt dein Team besser denn je.

    Agiles Arbeiten: So performt dein Team besser denn je.

    Agiles Arbeiten – Eine Definition

    Viele Unternehmen werben in den letzten Jahren mit flachen Hierarchien. Und flexiblen Prozessen oder mehr Eigenverantwortung und Anpassungsfähigkeit. Das alles sind Teile eines großen Ganzen, das sich unter “agiles Arbeiten” zusammenfassen lässt. Denn unter „Agilität“ wird, frei nach Wikipedia, eine flexible und proaktive Herangehensweise gegenüber Herausforderungen verstanden. Einer der vielen Bereiche, in dem sich unser Arbeitsalltag verändert. Hier erfährst du, warum du auf dem Laufenden bleiben solltest.

    Was sind die Vorteile von agilem Arbeiten?

    Agiles Arbeiten ist vor allem für das Projektmanagement wichtig. Denn wenn dein Team die Produktivität entschieden stärkt, erwarten euch am Ende zufriedenere Kund:innen. Das Ziel: Möglichst zeitnahe erstellen Teams (möglichst fertige) Ergebnisse. 

    Das (vorläufige) Ergebnis erlaubt es dann, Feedback von deinen Kund:innen einzuholen. Früher war es mit strengen Terminplänen so, dass die Bewertung durch Kund:innen erst ganz am Ende eines Prozesses stand. Das ließ entsprechend wenig Raum für Nachbesserungen oder Änderungswünsche. Eine agilere Herangehensweise soll das verhindern, da idealerweise am Ende ein Produkt in gewünschter Qualität steht. Das erfordert von deinem agilen Team jedoch viel Eigenverantwortung und -Initiative.

    Und gerade die sind zunehmend gefragt! Mit gut umgesetztem agilen Arbeiten kannst du deinem Employer Branding einen wichtigen Pluspunkt hinzufügen.

    Wie funktioniert agiles Arbeiten?

    Es gibt viele Möglichkeiten, den Arbeitsalltag flexibler und mit mehr Eigeninitiative zu gestalten. Was genau davon ist nun agiles Arbeiten?

    Klassischerweise wird ein Projekt in “Sprints” eingeteilt. Der Zeitraum eines Sprints umfasst, je nach Unternehmen, ein paar Tage oder mehrere Monate. Die Fortschritte des Projektes werden immer wieder überprüft. Möglichst in kurzen Zeitabständen. Das ermöglicht es, zeitnahe Rückfragen bei Kund:innen zu stellen und die Entwicklung anzupassen.

    Agiles Arbeiten ist also proaktiv als auch reaktiv. Stell’ es dir wie einen Kreislauf vor: Statt mehrerer streng voneinander getrennter Entwicklungsphasen, wechseln sich Planung, Entwicklung und Bewertung kontinuierlich ab. Dementsprechend sollte dein Sprint-Team alle Mitarbeiter:innen zusammenfassen, die für den gesamten Entwicklungsprozess notwendig sind. So können sie autark arbeiten und z. B. Zeitaufwände selber einschätzen. Für viele Bewerber übrigen sein wichtiges Entscheidungskriterium,

    Welche Tools und Methoden gibt es für agiles Arbeiten?

    Hast du dein agiles Team zusammen? Wenn dein Team souverän auf kontinuierliche Änderungswünsche reagieren soll, kann es hilfreiche Tools gebrauchen. Hier findest du die wichtigsten Methoden & Tools, die deinen Mitarbeiter:innen bei einer autarken und flexiblen Arbeitsweise helfen.

    Scrum und ClickUp

    Die Scrum-Methode setzt auf Selbstorganisation. Das Team muss hier wenige Regeln befolgen. Wichtig ist, wie bereits angemerkt, dass sich das Team möglichst interdisziplinär zusammensetzt. Denn ein Scrum Prozess wird in die schon erwähnten Sprints eingeteilt. Für gewöhnlich besteht er aus der Planung des Sprints zu Anfang. Dann erfolgt ein täglicher Austausch, möglichst kurz gehalten. Zum Ende hin können andere Beteiligte ihren Input geben und das Projektteam zieht ein Fazit über seine Arbeit.

    Das klassischste Tool, das für diese Methode der agilen Arbeit verwendet wird, ist ClickUp.

    Kanban

    Kanban blickt auf eine lange Tradition zurück und ist trotzdem noch top-aktuell. Früher wurde gerne eine physische Pinnwand eingesetzt. Heute gibt es auch zahlreiche digitale Pinnwände und Boards, die du nutzen kannst. Unterteilt wird deine Pinnwand wie folgend: “Aufgaben” (Zu bearbeiten), “In Bearbeitung” und “Erledigt”.  Das ist eine einfache Möglichkeit der Visualisierung, da immer ein guter Überblick über Projektstände besteht.

    Vor allem die Zusammenarbeit innerhalb des Teams kann so einfach verbessert werden.

    Design Thinking

    Bei der Methode Design Thinking werden die Nutzer:innenwünsche in den Mittelpunkt des Handels gestellt. Du stehst im ständigen Austausch mit deinen Kund:innen und stellst ihnen gezielte Fragen. Zusammengefasst: Zuerst muss das Team die Kund:innenwünsche verstehen und beobachten. Anschließend werden die Erkenntnisse zusammengetragen, damit aus ihnen Ideen und erste Ergebnisse geschaffen werden können.

    Sehr viele Coaches bieten gezielte Design Thinking-Workshops an.

    Fazit

    Bist du an offenem und schnellem Feedback interessiert? Dann solltest du überlegen, ob du und dein Team nicht agiler arbeiten könnten. Große Projekte in kleinere, einfachere Abschnitte zu unterteilen, kann eine großartige Dynamik freisetzen. Wichtig: Keine Angst. Vor allem, wenn agiles Arbeiten für alle Mitarbeiter:innen neu ist, ist es wichtig, dass ihnen Vertrauen entgegengebracht wird.

    Wie du auf dem hart umkämpften Arbeitnehmer:innenmarkt die besten Mitarbeiter:innen findest, erfährst du natürlich auch von uns. Wir wünschen euch ein erfolgreiches, agiles Arbeiten!

    Weitere Themen wie dieses erfährst du zudem auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

    FAQ

    Was genau ist agiles Arbeiten?

    Agiles Arbeiten lässt sich als (Team-) Arbeit mit einer flachen Hierarchie und flexiblen Prozessen beschreiben, denn viel Eigenverantwortung und Anpassungsfähigkeit werden hier großgeschrieben.

    Was für agile Methoden gibt es?

    Scrum, Kanban und Design Thinking sind die Methoden, die du kennen solltest. Sie unterscheiden sich, wollen aber dasselbe: möglichst hohe Kund:innenzufriedenheit durch kontinuierlichen Austausch und schnelles Feedback.

    Wie arbeitet ein agiles Team?

    Möglichst autark. Deswegen sollte ein agiles Team alle wichtigen Disziplinen abdecken, die für die Produkterstellung benötigt werden. So können deine Mitarbeiter:innen selbstständig handeln und schneller Ergebnisse erzielen.