Kategorie: Interviews

  • Heiner Terstiege über Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting

    Heiner Terstiege über Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting

    Heiner Terstiege, welche Herausforderungen begegnen uns heutzutage im Recruiting?

    Als ich in das Thema einstieg, war der Druck in Recruiting-Markt nur punktuell zu spüren. Mittlerweile hat sich die Situation grundlegend gewandelt: In fast allen Zielgruppen und Regionen ist es schwer, passende Mitarbeiter:innen zu finden. Mitarbeitermangel ist in vielen Unternehmen das Wachstumshemmnis Nummer eins! Durch den Druck sind die Budgets gestiegen und es wurden viele Spezialisten-Stellen für Talent Attraction geschaffen. Das Recruiting professionalisiert sich also, aber der Druck wächst überproportional. Und natürlich bedeutet die zunehmende Professionalisierung, dass es für das einzelne Unternehmen schwerer wird, sich im Recruiting von der Masse abzuheben. Gleichzeitig gibt es auf vielen Ebenen noch Potenziale.

    Welche Werkzeuge sind für dich im digitalen Recruiting essentiell?

    Aus meiner Sicht geht es weniger um spezielle Tools als vielmehr um eine grundlegende Veränderung: Durch Digitalisierung und technologische Entwicklungen hat das Recruiting viel mehr Mittel in der Hand, die Kommunikation rund um zu besetzende Stellen auszuweiten – es braucht einfach keine hohen Budgets mehr, um die ergänzende Kommunikation rund um eine zu besetzende Stelle oder eine zu bewerbende Zielgruppe aufzubauen.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Die Perspektive wechseln! Ein Großteil der Recruiting-Aktivitäten krankt daran, dass wir immer noch zu sehr die Sender-Perspektive einnehmen statt die Empfänger-Brille aufzusetzen. Was will meine Zielgruppe? Wo tummelt sie sich? Was ist ihre Kommunikationserwartung? Und vor allem: Wie kommt meine Kommunikation vermutlich bei ihr an? Bei allem Verständnis dafür, dass Recruiter:innen im Unternehmen mit Vorgaben zu arbeiten haben, dass der Fachbereich, der Betriebsrat und das Marketing reinreden: nicht-marktgängige Jobtitel, ellenlange Anforderungslisten und generische Aufgabenbeschreibungen helfen niemandem weiter. 

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings? 

    Für mich liegt die Zukunft ganz klar in einem harmonischem Zusammenspiel von künstlicher und menschlicher Intelligenz. Die Pessimisten gegenüber der “Kälte” von AI übersehen gerne zwei Dinge. Erstens: Ein viel zu großer Teil unserer Arbeit besteht aus routinehaften Vorgängen. Zweitens: Der “human factor” bleibt aufgrund der enormen Arbeitsbelastung in vielen Personalabteilungen auf der Strecke. Wir müssen also die Teilbereiche unserer Arbeit identifizieren, die repetitiv sind und denen klare Prozesse und Kriterien zugrunde liegen. Diese Bereiche müssen wir an intelligente Systeme delegieren – um selbst mehr Zeit fürs Wesentliche, für das Spontane, für das Zwischenmenschliche zu gewinnen. 

    Warum ist die Stellenanzeige der wichtigste Touchpoint mit Talenten?

    Weil sie der Point of Sale ist! Wir formulieren hier einen wesentlichen, tagesbestimmenden Lebensinhalt für unseren zukünftigen Mitarbeiter. Hier gleicht er ab, ob sein bisheriger Lebenslauf in Einklang mit den Vorstellungen des Unternehmens ist. Das gibt uns die Chance, ihm – die Zukunft vorweggreifend – Wertschätzung entgegenzubringen und aufzuzeigen, wie wir seinen Einsatz vergüten wollen. Ich kann es aber auch weniger pathetisch argumentieren: Die Stellenanzeige ist der wichtigste Touchpoint, weil erfahrungsgemäß 90 Prozent aller Besucher einer Karrierewebsite sich vorrangig oder ausschließlich für die Stellenangebote interessieren.

    Welche sind die häufigsten Fehler bei der Erstellung einer Stellenanzeige?

    Zu den Klassikern habe ich schon etwas gesagt: Jobtitel, die niemand googelt und niemand versteht. Überzogene Anforderungsprofile, weil die Wunschvorstellung des Fachbereichs unhinterfragt bleibt. Am schmerzhaftesten für mich ist es aber, wenn der Aufgabenbeschreibung die Konkretion fehlt. Da kann ich dann als Software-Entwickler häufig lesen, was ein Software-Entwickler typischerweise macht. Was ich im Unternehmen entwickle, mit wem ich zusammenarbeite, wofür das Ganze gut ist – das alles erfahre ich häufig nicht. Für mich ist eine gute Stellenanzeige wie ein “Sendung mit der Maus”-Film. Ich muss mir als Leser vorstellen können, wie ich in einer bestimmten Funktion in einem bestimmten Unternehmen mit Menschen arbeite. Erst dann fängt im Kopf etwas an zu arbeiten. Um diesen “Film” zu erzeugen, muss ich als Recruiter den Job plastisch darstellen. Wenn es das System hergibt, sollten dazu Texte gerne mit weiterem Content wie Videos, Bildergalerien, Interviews etc. ergänzt werden.  

    Womit sollte man anfangen, wenn man eine starke Employer Brand aufbauen möchte?

    Analog zur Stellenanzeige: bei den Adressaten. Aus meiner Erfahrung heraus gibt es in Employer-Brand-Projekten permanent die Gefahr, dass man “zu intern” denkt. Das kann die Projektgruppe sein, die beschreibt, was sie an ihrem Arbeitgeber gut findet, obwohl sie die am dringendsten gesuchten Zielgruppen nicht repräsentiert. Oder die Unternehmensleitung, die in der Positionierung “a little bit of everything” verlangt, statt sich auf wenige, dafür zentrale Stärken zu konzentrieren. Es lohnt sich also, erst einmal den Kompass einzunorden und einen intensiven Blick auf seine Zielgruppen zu werfen, bevor man die Schnittmenge aus deren Bedürfnissen und dem eigenen Angebot identifiziert.

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  • Johanna Geisler im Kurz-Interview zu Social Recruiting

    Johanna Geisler im Kurz-Interview zu Social Recruiting

    Johanna Geisler, welche Herausforderungen begegnen uns heutzutage im Recruiting?

    Heutzutage verlieren viele Unternehmen den Fokus aus den Augen: die Candidate Experience. Es wird viel über Zahlen gesprochen und der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt. Meiner Meinung nach sollte viel mehr die persönliche Bindung aufgebaut werden – dann wird die Erreichung der Hiring-Zahlen (fast) zum Kinderspiel.

    Welche Werkzeuge sind für dich im digitalen Recruiting essentiell?

    Auf jeden Fall LinkedIn und WhatsApp. Allerdings können auch unkonventionelle Kanäle wie Bumble, Instagram, TikTok  oder Networking-Events das Recruiting erleichtern. Wichtig ist, die Tools zu nutzen, bei denen sich deine Zielgruppe im täglichen Gebrauch aufhält.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Bau Vertrauen auf, indem du dich nicht verstellst – umso transparenter du im Recruiting-Prozess bist, desto mehr geben auch die Bewerber:innen von sich Preis.

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings? 

    Im Aufbau persönlicher Bindungen und in nachhaltigen Kontakten.

    Was verrät uns ein Titel oder Abschluss über die Kompetenz eines/einer Bewerber:in?

    Tatsächlich verrät der Titel oder Abschluss meist gar nichts darüber, ob Bewerber:innen für eine Stelle geeignet sind. Viel wichtiger ist am Ende das richtige Mindset.

    Wie können wir im Laufe des Recruitingprozesses herausfinden, welche Kandidat:innen uns voranbringen?

    Durch regelmäßigen persönlichen Kontakt, lieber per Sprachnachricht oder Anruf. Umso mehr Kontakt du mit den Bewerber:innen hast, desto besser kannst du einschätzen, ob sie zu deiner Kultur und zu eurem Team passen.

    Wo sollten Arbeitgeber:innen beginnen, wenn sie sich im Bereich Talent Attraction besser aufstellen wollen?

    Sie sollten damit anfangen, ihre Werte nicht nur mit Marketingmaßnahmen zu pushen, sondern diese auch aktiv zu leben.

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  • Nikolai Skatchkov: Er stärkt mit TikTok seine Employer Brand

    Nikolai Skatchkov: Er stärkt mit TikTok seine Employer Brand

    Nikolai Skatchkov hat gemeinsam mit seinem Mitgründer Roman Leicht das Software-as-a-Service Fintech Circula gegründet. Mit seinem Unternehmen bietet er mit einer App die Möglichkeit, Mitarbeiter:innenausgaben gebündelt an einem Ort zu organisieren. Mittlerweile konnte das Unternehmen nicht nur zahlreiche Kund:innen für sich gewinnen, sondern auch das Team hat sich deutlich vergrößert. Im Interview hat uns Nikolai Skatchkov einige Tipps verraten, wie er mit seinem Unternehmen TikTok zur Mitarbeiter:innengewinnung nutzt und innovatives Employer Branding gestaltet.

    Ihr habt im Jahr 2017 Circula gegründet. Wie entstand die Idee dafür?

    Das Thema Reisekosten und Spesen waren meinem Co-Founder und mir aus unseren Leben als Angestellte bekannt. Dabei haben wir gesehen, dass das ein Bereich ist, der für viele Unternehmen noch sehr „basic“ und vor allem nicht digitalisiert funktioniert. Excel war hier meist das Tool der Wahl. Wir haben uns mit vielen Unternehmer:innen und Kanzleien ausgetauscht und bis dato war es nicht ganz klar, ob eine Digitalisierung dieser Prozesse für Ärger bei einer Betriebsprüfung sorgen könnte. Daher war es den Firmen – verständlich – zu heiß, Schritte in diese Richtung zu unternehmen. Letztlich kam dann 2017 vieles zusammen, was es Unternehmen eben doch ermöglicht hat, papierlos zu arbeiten und da haben wir den richtigen Moment gesehen, um unsere Idee auf den Weg zu bringen. 

    Wie habt ihr die Idee dann weiterentwickelt und euer Startup aufgebaut?

    Gestartet sind wir mit dem Thema Reisekostenabrechnung. Die Pandemie hatte natürlich großen Einfluss auf Geschäftsreisen und so haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unser Produkt und damit verbunden auch das Unternehmen weiterentwickeln können. Eine Sache, über die wir dabei immer wieder gestolpert sind, sind steueroptimierte Mitarbeiter:innen-Benefits. Hier sahen wir enormes Potenzial einen weiteren Bereich der Mitarbeiter:innenfinanzen zu digitalisieren und Gehaltsextras wie Essenszuschuss, Mobilitätsbudget und Sachbezug zugänglicher zu machen. Gleiches gilt auch für die Erweiterung um die Firmenkreditkarte. Grundsätzlich ist es uns wichtig, nah an unseren Kund:innen zu sein, zu sehen, was sie benötigen und zu testen, ob das für unsere Entwicklung als Lösung, aber auch als Unternehmen sinnvoll ist. 

    Welche Meilensteine habt ihr mit eurem Startup bereits erreicht?

    Wir konnten in den vergangenen Jahren schon einige Meilensteine feiern. Hier jeden einzelnen aufzuzählen, würde vermutlich den Rahmen sprengen. Besonders stolz sind wir aber auf das kontinuierliche Wachstum unseres Teams trotz Pandemie und Rezession und die erfolgreiche Expansion in neue Märkte wie Spanien sowie auf die Weiterentwicklung unseres Produkts. Natürlich zählen für uns auch die tollen Kund:innengewinne und unsere erfolgreiche Series A Finanzierungsrunde dazu. 

    Du bist als Gründer und Arbeitgeber jetzt auch auf TikTok unterwegs, wie kam es dazu? 

    Als Unternehmen haben wir beschlossen, unsere Recruiting-Maßnahmen, aber auch ganz allgemein unsere Präsenz auf den sozialen Medien auszubauen. Klassisch fokussiert man sich natürlich auf Business Kanäle wie LinkedIn. Doch wir sind ein junges Unternehmen mit einem jungen engagierten Team und immer auf der Suche nach neuen Talenten. TikTok ist ein Medium, auf das wir Lust hatten. Es bietet uns in Richtung der Generation Z eine sehr passende Zielgruppe. 

    Was erhoffst du dir von dieser Präsenz, welche Ziele verfolgst du?

    Generell gehen wir das Thema TikTok intern sehr offen an. Wir wollen uns selbst hier erst einmal ausprobieren. Grundsätzlich verfolgen wir damit aber das Ziel, die Employer Brand von Circula zu stärken und das Interesse unserer jungen Zielgruppe zu wecken. Junge Talente, die vielleicht künftig bei uns arbeiten wollen, sind dabei genauso willkommen wie zukünftige Gründer, die aus meinen Erfahrungen lernen möchten. Wir wollen diese Plattform nutzen, um ehrlich zu kommunizieren. Wir wollen zeigen, wer wir sind, was wir tun und auch, dass bei uns nicht immer alles perfekt läuft. Alles mit einem gewissen Augenzwinkern. 

    Welche Videos funktionieren besonders gut, um die Generation Z zu erreichen?

    Besonders viel geklickt werden Videos, die auf unsere Zuschauer:innen besonders authentisch wirken. Häufig sind das genau die Videos, in denen ich über kritische Themen der Arbeitswelt spreche und eben auch mal offen Kritik übe oder eigene Fehler und Learnings teile. Außerdem kommen auch die Videos rund um Themen wie Wertschätzung und moderner Führungsstil gut an. Themen, die eben alle in ihrem Arbeitsleben betreffen. Ich denke und hoffe, hier kommt gut raus, dass ich aus eigenen Erfahrungen berichten kann. 

    Welche Tipps hast du für Unternehmen, die ebenfalls TikTok fürs Recruiting nutzen wollen?

    Grundsätzlich denke ich, dass man immer mit einer guten Mischung aus Strategie und Spontanität an das Thema herangehen sollte. Zu Beginn sollten Fragen geklärt werden, wie zum Beispiel „Was macht uns als Arbeitgeber aus?“, „Was ist unsere Employer Value Proposition?“ und „Welche Ziele wollen wir mit dem neuen Kommunikationskanal erreichen?“. Darauf aufbauend lässt sich ein passendes Themenspektrum entwerfen, das eine Person oder ein Unternehmensaccount nutzen kann. Darüber hinaus halte ich es für relevant, authentische Videos zu produzieren. Zudem sollte man sich über den Ressourceneinsatz klar sein – ein Videoportal wie TikTok sollte schließlich regelmäßig bespielt werden. Nicht zuletzt muss das Setting stimmen und die Person vor der Kamera sollte sich wohlfühlen. Und allgemein gilt: Mit dem nötigen Spaß bei der Sache sein. 

    Mehr Themen wie dieses erfährst du auf der DRX am 09. und 10. März 2023 in Düsseldorf!

  • Thoman Gaiswinkler über die Rolle von LinkedIn beim Employer Branding

    Thoman Gaiswinkler über die Rolle von LinkedIn beim Employer Branding

    Fachkollegen schätzen ihn besonders, wegen seiner erfrischenden und kurzweiligen Art. Denn ob bei Vorträgen oder Workshops: Thoman Gaiswinkler verfügt über eine hohe Kompetenz zu Themen wie Employer Branding und Recruitment Marketing, die er sehr praxisorientiert vermittelt. Regelmäßig ist er auch Gastredner an der Uni in Wien. Der „Wettbewerb um Talente” wird immer schwieriger. Deswegen berät er Unternehmen dabei, nachhaltige Strategien zu entwickeln und mit LinkedIn Talent Solutions umzuseten. Dabei setzt er den Fokus auf Themen wie Talent Strategy, Recruiting, Talent Acquisition und Employer Branding.

    Welche Herausforderungen begegnen uns heutzutage im Recruiting?

    Recruiting steckt gerade in einem gewaltigen Transformationsprozess von einer wenig dynamischen, stark administrativen Stabsstelle hin zu einer anpassungsfähigen, technologielastigen und strategischen Einheit.

    Welche Werkzeuge sind für dich im digitalen Recruiting essentiell?

    Wichtig im digitalen Recruiting sind natürlich die vielen technischen Tools, die es dafür gibt. Daneben aber vor allem auch Werkzeuge der Kommunikation wie z.B. Community-Building oder Storytelling.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Wagt euch herauszustellen, was euer Unternehmen besonders macht und verabschiedet euch von den verstaubten Floskeln.

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings?

    Als eine DER strategischen Einheiten jedes Unternehmens. HR wird zukünftig immer einen Platz in allen wichtigen Meetings der Geschäftsleitung haben. Ganz einfach, weil ohne HR & Recruiting keine Organisation überlebensfähig sein wird.

    Wie kann man mithilfe von LinkedIn sein Employer Branding aufs nächste Level heben?

    LinkedIn bietet dazu natürlich diverse Produkte, um ganz gezielt die richtigen Talente mit der richtigen Botschaft zu erreichen. Dabei wird aber gerne übersehen, dass auch im organischen, also kostenlosen Bereich von LinkedIn eine Vielzahl ungenutzter Potenziale schlummern.

    Wie kann man Active Sourcing via LinkedIn effizient gestalten?

    Active Sourcing besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Dem richtigen Filtern und Finden von Talenten und dem Anschreiben. Filtern & Finden kann man durch Suchroutinen hocheffizient gestalten. Beim Anschreiben sticht Individualität. Wer hier auf Massennachrichten setzt, wird das Nachsehen haben.

    Wie setzt man die LinkedIn Produktpalette zielführend ein? Welches Produkt eignet sich in welcher Situation und für welchen Arbeitgeber am besten?

    Um diese Fragen zu beantworten, braucht es das persönliche Gespräch. Denn jedes Unternehmen hat unterschiedliche Ausgangsbedingungen, sucht in anderen Talentgruppen und verfügt über unterschiedliche Ressourcen. Eine maßgeschneiderte Lösung zu finden, die auf die Situation und Anforderungen des Unternehmens passt, ist mein täglicher Job in der Arbeit für LinkedIn.

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  • Benjamin Visser über HR-Tech und die Rolle von TikTok

    Benjamin Visser über HR-Tech und die Rolle von TikTok

    Benjamin Visser ist bekannt wie ein bunter Hund, wenn es um das Thema HR-Tech geht: Immer am Puls der Zeit und mit innovativen Ideen, die deinen Recruiting-Prozess noch erfolgreicher machen. Denn genau darauf hat er sich vor über 10 Jahren mit seinem Unternehmen allygatr spezialisiert. Seitdem unterstützt er Startups beim Aufbau ihrer digitalen HR-Lösungen.

    Welche Herausforderungen begegnen uns heutzutage im Recruiting?

    Die größte Herausforderung, die über allem steht, ist ganz klar der Fachkräftemangel. Daraus ergeben sich Fragen wie: Wo finde ich Personal? Wie qualifiziere ich es? Und wie schaffe ich es, dass meine Mitarbeitenden zufrieden sind und bei mir bleiben? Absolut jedes Unternehmen muss sich jetzt mit diesen Fragestellungen beschäftigen.

    Welche Herausforderungen werden in der Zukunft noch neu auf uns zukommen?

    Zum einen wird sich der Fachkräftemangel nur noch verschärfen, da die Babyboomer-Generation, die größte auf dem Arbeitsmarkt, in den nächsten Jahren in Rente geht. Gerade im Blue-Collar-Bereich als auch bei den sozialen und pflegenden Berufen ist der Bedarf groß und hier fehlt es an Nachwuchskräften. Ein weiterer Bereich, in dem ich großen Nachholbedarf sehe, ist die Integration ausländischer Arbeitskräfte in den deutschen Arbeitsmarkt. Das fängt mit der Willkommenskultur an, geht über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse bis hin zum großen Punkt “Bürokratie”. Hier ist einiges zu tun.

    Welche Werkzeuge sind für dich im digitalen Recruiting essentiell?

    Ein absolutes Must-have im digitalen Recruiting ist ein schneller, einfacher Bewerbungsprozess. Dazu gehören unter anderem mobil-optimierte Stellenanzeigen und eine One-Click-Application, am besten ohne Anschreiben. Das Ziel aller Prozesse und Technologien sollte es sein, sowohl für Bewerber:innen als auch für HR-Abteilungen einen besseren und effektiveren Prozess zu schaffen. Trotzdem darf man bei allen Werkzeugen nicht vergessen, dass es um den Menschen geht. Digitales Recruiting und ein sympathischer, persönlicher Umgang mit Kandidat:innen auf Augenhöhe gehen deshalb Hand in Hand.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Recruiting beginnt schon vor dem Active Sourcing: und zwar mit der Erstellung eines Anforderungsprofils mit realistischen Voraussetzungen. Dieses muss auf eine ansprechende und authentische Art dargestellt werden. Wichtig ist, alle relevanten Stakeholder ins Recruiting mit einzubeziehen und sicherzustellen, welche Rolle wer im Prozess übernimmt. Zu klären ist zum Beispiel: Wer meldet sich bei den Kandidat:innen? Schnelles, transparentes Feedback ist key!

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings?

    Schon jetzt werden Zielgruppen vermehrt dort angesprochen, wo sie aktiv sind: zum Beispiel auf TikTok oder Youtube. Das wird in Zukunft zunehmen und die Ansprache wird immer individueller und persönlicher. Außerdem bin ich mir sicher, dass immer mehr Kanäle hinzukommen werden, zum Beispiel Gaming-Plattformen oder das Metaverse. Recruiter:innen werden bei der Personalgewinnung mehr Möglichkeiten denn je haben.

    Erzähle uns von einem Beispiel aus der Praxis für eine wirklich innovative Recruitingstrategie.

    Innovation bedeutet für mich, die Dinge anders anzugehen als die große Masse und beginnt für mich schon im Kleinen: Wir bei allygatr haben vor Kurzem mehrere Dutzend Bewerbungen auf ein TikTok erhalten, das unsere Marketing-Abteilung veröffentlicht hat. Davon haben wir sogar eine Person eingestellt. Kosten und Aufwand waren minimal, der Effekt riesig.

    Woran erkennst du, ob eine Business Idee erfolgreich sein wird?

    Einer der wichtigsten Punkte ist für mich, dass das Business ein so großes Problem löst, dass die Zielgruppe sagen wird: “Zum Glück gibt es das Startup X, das mir diese Arbeit abnimmt”. Dabei ist es wichtig, das Produkt kunden- und bedarfsorientiert zu entwickeln sowie stets zu testen und zu validieren, um so einen Proof of Concept zu finden. Und nicht zuletzt kommt es massiv auf das Gründer-Team an – Motivation, Mut, Pragmatismus, Engagement, Resilienz und Ausdauer sind von jedem Team gefragt. Bei allygatr bringt jedes Startup diese Faktoren mit, weshalb wir mehr als stolz sind auf unsere fantastischen HR-Startups in der “Allyance”, von denen auch viele mit uns auf der DRX sein werden.

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  • Lars Wolfram über „Direktmarketing“ im Recruiting

    Lars Wolfram über „Direktmarketing“ im Recruiting

    Lars Wolfram ist Mitgründer und Gesellschafter von talentsconnect. Sein besonderer Fokus liegt dabei auf der Digitalisierung von Recruiting Prozessen. Dafür kann er auf umfassende Erfahrungen aus den Bereichen Vertrieb, digitale Strategien, Beratung und Projektmanagement zurückgreifen. Vieles, so seine Überzeugung, lässt sich dabei aus den Bereichen Sales und Marketing übertragen, zum Beispiel der Ansatz der Direktvermarktung der eigenen Stellen. Aber auch innovative Konzepte müssen her: Der JobShop von talentscount ist so ein Konzept. Die Idee dahinter ist einfach: Wenn Kandidat:innen wie Kund:innen sind, sollten Recruiter:innen ihnen auch so begegnen. Im Interview mit uns gibt er spannende Einsichten aus über 10 Jahren Berufserfahrung im digitalen Recruiting.

    Welche Herausforderungen begegnen uns heutzutage im Recruiting?

    Wie viel Zeit habt ihr mitgebracht? Die Herausforderungen sind sehr breit gefächert. Wenn ich etwas besonders in den Vordergrund stellen sollte, dann die Tatsache, dass wir heute nahezu doppelt so viele offene Stellen wie vor der Pandemie haben. Gleichzeitig sind in Deutschland so viele Leute in einer Erwerbstätigkeit wie noch nie zuvor. Es braucht kein Mathegenie um zu erkennen: Es wird immer schwieriger, die richtigen Menschen zu finden und für ein Unternehmen bzw. einen Job zu begeistern. Oder kurz gesagt: Bis 2025 werden weltweit 85 Millionen Menschen in Jobs fehlen.

    Welche Werkzeuge sind für dich im digitalen Recruiting essentiell?

    Ich fokussiere mich auf die Werkzeuge, die einen direkten Impact auf die “Conversion Rate” haben. Was meine ich damit? Wenn 100 Kandidat:innen eure Karrierwebsite besuchen, sollten sich ja mindestens 10 davon bewerben. Das geht so und eigentlich geht noch viel mehr:

    • Die richtige Reichweite. Dabei geht es umso mehr darum, latent suchende Kandidat:innen direkt zu erreichen. Jobboards reichen nicht mehr aus. 
    • Eine Karriere Website, die einzelne Stellenanzeigen mit allen relevanten und authentischen Inhalten in den Vordergrund stellt. Es gibt kein one size fits all (mehr). Gab es vermutlich noch nie. 
    • Aus Daten lernen und Prozesse optimieren. Eine saubere Candidate Journey hat einen direkten Einfluss auf den Return on Invest. Daten helfen uns dabei. Genau darum geht es in Zeiten wie diesen.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Wir bei talentsconnect haben es unter dem Dach “Direct to Talent” zusammengefasst. Das bedeutet, sich auf die Direktvermarktung der eigenen Jobs zu fokussieren: Eigene Werbung. Eigene Karriereseite. Eigene Daten. Volle Kontrolle!

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings?

    Digitales Recruiting gliedert sich analog zu der Entwicklung im Marketing vor vielen Jahren in Spezialdisziplinen auf. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Und natürlich braucht Recruiting einen festen Platz im Top Management. Fehlende Talente sind der größte Wachstumshemmer überhaupt. Ich wage die These, dass es in nicht allzu ferner Zukunft einen Chief Recruiting Officer geben wird.

    Was hat Recruiting mit Sales und Marketing zu tun?

    Ganz viel! Ich bin überzeugt, Recruiting ist wie Sales. Daher greifen auch die Mechaniken des Marketings. Und wenn das so ist, dann muss jede Karrierewebsite wie ein Online Shop funktionieren. Wie ein JobShop.

    Was haben Kandidat:innen mit Kund:innen gemein und worin unterscheiden sie sich?

    Gemeinsam haben sie ganz viel, weil Kund:innen ja auch immer Kandidat:innen sind. Daher gebe ich unseren Kund:innen auch immer einen Lifehack mit: Guckt euch eure eigene Candidate Journey einmal durch die Brille der Kandidat:innen an. Das kostet nichts und birgt einen gigantischen Hebel für euch.

    Besteht die Gefahr, dass wir ungenügend Informationen über unsere Kadindat:innen erhalten, um eine fundierte Personalentscheidung zu treffen, wenn wir die Candidate Journey zu stark verschlanken?

    Jein. Die Kunst liegt meines Erachtens darin die richtigen Informationen zur richtigen Zeit einzusammeln. Zu Beginn eines Bewerbungsprozesses reicht es gerade bei schwer zu besetzenden Stellen häufig, wenn die Kontaktdaten ausgetauscht werden. Natürlich braucht es später auch weitere Informationen bis hin zu Online Assessments. Wie gesagt, alles eine Frage des Timings.

    Wenn du jetzt mehr über digitale Strategien im Recruiting erfahren möchtest, dann melde dich gleich an zur DRX – der DIGITAL RECRUITING CONFERENCE & EXPO in Düsseldorf. Hier erfährst du alles über modernes Recruiting und erhältst an zwei Tagen die besten Tipps von über 50 Speakern.

  • Matilda von Gierke: Zeitgemäße Recruiting-Lösungen

    Matilda von Gierke: Zeitgemäße Recruiting-Lösungen

    Matilda von Gierke hat bereits Erfahrung in vielen Bereichen des Recruitings – von HR-Advisory über Inhouse-Beratung bis zum klassischen Headhunting. Dabei waren ihr die Methoden und Herangehensweisen der traditionellen Personalsuche jedoch nicht effizient genug. Also gründet sie schließlich selbst. Gemeinsam mit einem Performance-Marketer und IT-Experten ruft sie die Zalvus GmbH ins Leben. Als Unternehmensberatung unterstützt Zalvus über 450 Firmen dabei, passende Mitarbeiter:innen zu finden. Außerdem ist Matilda von Gierke heute als Speakerin und Autorin tätig und teilt ihr Branchenwissen mit anderen. Im Interview hat sie uns spannende Einblicke in ihre Expertise gewährt.

    Welche Herausforderungen begegnen uns heutzutage im Recruiting?

    Der Wandel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmer:innen-Markt ist noch nicht in allen Unternehmen angekommen. Das bedeutet, dass viele Personalabteilungen nach wie vor auf veraltete Methoden und das klassische „Post and Pray“ setzen. Eine der größten Herausforderungen ist es also, Unternehmen zum Umdenken zu bewegen und ihnen beizubringen, dass sie sich als Arbeitgeber auch immer bei den Kandidat:innen bewerben müssen. Eine andere Herausforderung ist der geringe Stellenwert, den Personalabteilungen in vielen Unternehmen haben. Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung, dass HR einen festen Platz in der Chefetage benötigt, um die erforderlichen Transformationsmaßnahmen umsetzen zu können.

    Welche Werkzeuge sind für dich im digitalen Recruiting essentiell?

    Wichtigstes Werkzeug ist zweifellos das Performance-Marketing. Mit einer gezielten Online-Anzeigenschaltung können Unternehmen auch die Fach- und Führungskräfte erreichen, die bereits wechselwillig, aber noch nicht aktiv auf Jobsuche sind. Dadurch gewinnen sie Zugang zu einem bisher unerreichten Kandidat:innen-Markt. Ein weiteres wichtiges Werkzeug ist das A/B-Testing. Digitales Recruiting gibt Unternehmen die Chance, viele unterschiedliche Dinge auszuprobieren. Ob es nun um andere Bilddateien geht, andere Texte oder andere Jobbezeichnungen: Unterschiedliche Varianten und Kombinationen auszuprobieren, hilft dabei, seine Zielgruppe besser zu verstehen und die Performance der einzelnen Maßnahmen zu verbessern. Die Datenanalyse sollte jedoch nicht bei der Online-Anzeigenschaltung aufhören. Besser ist es, über den gesamten Recruiting-Prozess hinweg auszuwerten, wie sich die Zielgruppe verhält. Wer auswertet, an welchen Schritten Kandidat:innen abspringen, kann hier gezielt optimieren. Damit gehört die Datenanalyse zu einem der wichtigsten Werkzeuge des digitalen Recruitings, da sie einem die Chancen und Baustellen sämtlicher Maßnahmen verrät.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Kein Geheimnis, aber dennoch die Wahrheit: Wer erfolgreich rekrutieren möchte, muss seine Zielgruppe kennen. Deshalb ist mein Top-Tipp: Findet heraus, wie eure Zielgruppe tickt! Analysiert, wo sie sich aufhält und über welche Kanäle ihr sie erreichen könnt. Überzeugt sie mit den Inhalten, die sie interessieren. Und behandelt jede Person individuell. Auf einem kandidat:innen-zentrierten Markt haben Massenmailings keinen Platz mehr.

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings?

    Die Zukunft des Recruitings spielt sich auf einem kandidat:innen-zentrierten Markt ab. Auf diesem können sich Fach- und Führungskräfte ganz genau aussuchen, für wen und unter welchen Bedingungen sie arbeiten möchten. Um sie für sich zu gewinnen, müssen Arbeitgeber sie individuell adressieren. Ob Stellenanzeigen in Print-Zeitungen, Jobmessen oder In-App-Werbung – es wird keinen Königsweg im Recruiting geben. Stattdessen werden sich Recruiter:innen an einem großen Set aus unterschiedlichen Methoden bedienen müssen, um alle Vakanzen besetzen zu können. Kein „One Size Fits All“ – das Recruiting der Zukunft ist zielgruppenangepasst, individuell und enorm breit aufgestellt.

    Was sind die spannendsten Erkenntnisse, die ihr aus digitalen Verhaltensanalysen der Bewerber gezogen habt?

    Wir haben herausgefunden, dass Interessent:innen 75 % der Infos in Stellenanzeigen nicht lesen. Das bedeutet, dass die 25 %, die gelesen werden, unbedingt sitzen müssen. Dabei hängt es stark vom Job ab, welche 25 % das sind. Während für Vertriebler:innen Infos zur Vergütung und zu den Perspektiven niemals fehlen dürfen, sind Angaben zum Standort oft nebensächlich. ITler:innen wiederrum finden Infos zum Standort wichtig und möchten in Stellenanzeigen mehr über die Vision des Unternehmens erfahren. Bei ihnen treten ausführliche Aufgabenbeschreibungen in den Hintergrund, weil sie diese bereits dem Jobtitel entnehmen. Anders sehen das Marketing-Spezialist:innen, welche in Stellenanzeigen gezielt nach detaillierten Hinweisen zu den anstehenden Aufgaben suchen. Das Fazit: Unterschiedliche Zielgruppen ticken unterschiedlich. Deshalb ist es ungemein wichtig, den Inhalt und Aufbau der Stellenanzeigen an die Fach- und Führungskräfte anzupassen, die man erreichen möchte.

    Was ist aus deiner Sicht der häufigste Fehler bei Stelleninseraten?

    Fehler Nr. 1 ist es, jede Stellenanzeige, unabhängig vom Job, nach dem gleichen 0815-Schema aufzubauen. Jede Zielgruppe sucht nach anderen Inhalten, deshalb sollten diese Informationen stets im Fokus stehen. Fehler Nr. 2 ist es, eine Stellenanzeige zu erstellen und sie dann sich selbst zu überlassen. Die erste Version einer Sache ist niemals perfekt, es gibt immer Optimierungspotenzial. Deshalb ist es wichtig, unterschiedliche Ideen, Formulierungen und Inhalte auszuprobieren und auszuwerten, was am besten funktioniert. Und Fehler Nr. 3 ist es, seine Stellenanzeigen nicht mobil zu optimieren. 84 % der Interessent:innen rufen Stellenanzeigen über ihr Smartphone auf. Unternehmen müssen sicherstellen, dass der gesamte Bewerbungsprozess – angefangen vom Öffnen der Stellenanzeige bis hin zum Abschicken der Bewerbung – auch mobil funktioniert. Es muss auf jedem Gerät kinderleicht sein, sich zu bewerben.

    Wie lautet dein Geheimtipp, um das Interesse latent suchender Talente zu wecken?

    Seine Zielgruppe zu verstehen, ist das A und O. Wer Passivsuchende erreichen und überzeugen möchte, muss wissen, wo sie sich aufhalten und was sie interessiert. Fach- und Führungskräfte, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, verbringen keine Zeit auf Jobportalen oder den Karriereseiten einzelner Arbeitgeber:innen. In ihrem Alltag nutzen sie Social Media, die Wetterapp oder Fachwebsites – und dort kann man sie auch erreichen. Dies gelingt mithilfe von Performance-Marketing und aussagekräftigen Werbeanzeigen. Was diese Werbeanzeigen unbedingt brauchen, sind tatsächliche Benefits. Passivsuchende Kandidat:innen lassen sich schwerer überzeugen als aktivsuchende, da bei ihnen die Wechselmotivation erst einmal erzeugt werden muss. Kandidat:innen müssen deshalb auf einen Blick erkennen, welche Vorteile ihnen der Jobwechsel bieten würde, da sie sich nicht die Mühe machen, aufwendig zu recherchieren und nachzufragen.

    Wenn du jetzt mehr über digitale Strategien im Recruiting erfahren möchtest, dann melde dich gleich an zur DRX – der DIGITAL RECRUITING CONFERENCE & EXPO in Düsseldorf. Hier erfährst du alles über modernes Recruiting und erhältst an zwei Tagen die besten Tipps von über 50 Speakern.

  • Thorsten Piening: Er weiß, wie Google-Stellenanzeigen funktionieren!

    Thorsten Piening: Er weiß, wie Google-Stellenanzeigen funktionieren!

    Thorsten Piening ist Mitgründer und Gesellschafter von persomatch. Sein Unternehmen ist dabei auf das Schalten von Stellenanzeigen auf Google spezialisiert. Google Ads, Google for Jobs oder Google SEO gehören zu seinen Spezialgebieten. Auch davor war der Experte bereits selbstständig und hat mehrere Unternehmen erfolgreich gegründet und verkauft. Als Dozent an verschiedenen Hochschulen und Institutionen bildet er Wissbegierige weiter und verrät Tipps zu Recruiting und Employer Branding. Außerdem hat Thorsten Piening bereits ein Buch geschrieben, das den Titel trägt „Suchmaschinenmarketing in der Personalakquise“. Im Interview hat er uns einen spannenden Einblick gegeben.

    Was sind derzeit die größten Herausforderungen im Recruiting?

    Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel ist nicht nur bei den Unternehmen angekommen, sondern auch spürbar für die breite Gesellschaft. Überall sieht man Stellenanzeigen und Stellenangebote und die Einschränkungen nimmt man nicht nur über längere Wartezeiten am Flughafen wahr, sondern auch durch eingeschränkte Öffnungszeiten bei Restaurants oder der Verfügbarkeit von Handwerkern. Die Anzahl der so genannten Engpassberufe steigt kontinuierlich und wir haben aktuell ca. 2.000.000 unbesetzte Stellen: Tendenz steigend. Jährlich werden uns in den nächsten Jahren jeweils ca. 500.000 Mitarbeitende am Arbeitsmarkt fehlen und der „War for Talents“ wird mehr und mehr Realität. Es wird immer schwieriger Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden. Denn erschwerend kommt hinzu, dass die Fluktuation in Deutschland zunimmt: insbesondere bei der jüngeren Zielgruppen, die andere Ansprüche an Arbeitgebende stellen als noch vor 10 oder 20 Jahren. Es gibt heute schlichtweg kein Unternehmen mehr, was keine Mitarbeitende sucht und es wird immer schwieriger diese zu gewinnen.

    Wieso ist Google die richtige Plattform für Recruiting und das Schalten von Stellenanzeigen?

    Google ist nachweislich die erste Anlaufstelle zum Thema Jobs: vor allen Jobbörsen, Stellenanzeigen in Tageszeitungen oder auch der Agentur für Arbeit. 72,3 % aller, die eine neue berufliche Herausforderung suchen, beginnen die Suche bei Google. Im Bereich der Schulabgänger:innen liegt der Anteil schon bei 84,3 %. Viele Unternehmen priorisieren ihre Maßnahmen immer noch falsch. Im Bereich Ausbildung wird immer noch auf Facebook gesetzt, obwohl die jüngeren Zielgruppen dort nicht mehr anzutreffen sind. Es gibt immer noch Firmen, die auf klassische Printanzeigen in Tageszeitungen setzen. Google verzeichnet monatlich mehr als 70.000.000 Suchanfragen zum Thema Jobs. Was liegt näher, als die Stellenanzeigen direkt dort zu positionieren. Dabei ist es wichtig, nicht nur auf Google for Jobs zu setzen, sondern die Stellen an erster Stelle bei Google anzeigen zu lassen über Google Ads und auch Suchmaschinenoptimierung zur Optimierung der Stellenanzeigen zu nutzen. Das alles decken wir sehr erfolgreich mit persomatch ab.

    Wenn man eine Stellenanzeige bei Google schalten möchte: Was sollte man unbedingt beachten, um Erfolg zu haben?

    70 Prozent aller Suchanfragen sind einmalig und nicht wiederkehrend und so verhält es sich auch beim Thema Jobs. Diese werden mit unterschiedlichsten Suchwörtern und Suchwortkombinationen gesucht. Teils mit der zu erwartenden Qualifikation, wie z.B. „Job als Quereinsteiger“ oder „Job ohne Ausbildung“ oder nach Umfang der Stelle, wie z.B. „Job Teilzeit“, „450 Euro Job“, „Minijob“, etc. Zudem werden Jobs mit Branche gesucht, in Kombination mit dem Einsatzort oder auch mit variierenden Jobtiteln. Hier ist es wichtig, unter den relevanten Begriffen ganz vorne gefunden zu werden. Daher bewerben wir die einzelne Stelle per Google Ads durchschnittlich mit 500 bis 900 unterschiedlichen Suchwortkombinationen. Bei Google for Jobs und über Google SEO kann man nur begrenzt Schlüsselwörter einsetzen, aber das kann man mit Google Ads perfekt lösen. Und es ist wichtig in allen Disziplinen (Google Ads, Google for Jobs und Google SEO) präsent zu sein. Nur so schöpft man das gesamte Potenzial aus.

    Was ist dein Top-Tipp fürs Recruiting?

    Klar den Fokus auf Google zu setzen und entsprechend richtig zu priorisieren. Aber losgelöst vom Traffic, den Google bringt, sollten die klassischen, langweiligen Stellenanzeigen verschwinden. Arbeitgeber müssen sich heute und zukünftig bei Arbeitnehmenden bewerben und hier geht es vielmehr um Marketing und Verkauf, d.h. Employer Branding wird immer wichtiger und vor allen Dingen das Herausstellen wesentlicher Merkmale, die den potenziellen Arbeitgeber auszeichnen. Ob es Home Office-Regelungen sind, Benefits für die Mitarbeiter, flexible Arbeitszeiten, das Firmenfahrrad, betriebliches Gesundheitsmanagement, etc.: Unternehmen müssen weit mehr bieten als nur die Vergütung. Aber das Umdenken findet nur sehr zögerlich statt. Dabei sind diese Maßnahmen nicht nur wichtig zur Gewinnung neuer Mitarbeitender, sondern vor allen Dingen auch zur Bindung derselbigen.

    Und welche Fehler sollten dahingehend unbedingt vermieden werden?

    Karriereseiten sollten sich mehr am E-Commerce orientieren. Hier versuchen Shops es den Kunden so einfach und komfortabel wie möglich zu machen, ein Produkt zu erwerben. Wenn man sich aber heute viele Karriereseiten oder Stellenanzeigen anschaut, dann sind diese teilweise nicht einmal für mobile Endgeräte optimiert, Bewerbende müssen sich aufwendig registrieren und es gibt zu wenige Alternativen der Bewerbung als solches, wie z.B. die Sprach- oder Videobewerbung, die Bewerbung per Whatsapp oder auch alternative Kontaktmöglichkeiten zum Unternehmen. Hier gibt es unglaublich großen Nachholbedarf. Ich habe dazu auch mehrere Whitepaper verfasst wie z.B. „11 Tipps für das Recruiting“ oder „7 Tipps für die Karrierewebsite“, die man sich kostenlos auf unserer Website anfordern kann.

    Wo siehst du die Zukunft des Recruitings?

    Der Erfolg von Unternehmen wird zukünftig nicht mehr davon abhängen neue Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern, sondern Mitarbeitende für sich zu gewinnen und zu binden, denn diese sind die tatsächlichen Leistungserbringer und -träger. Wir haben einen Arbeitnehmermarkt und je schneller das Unternehmen erkennen und umdenken, desto größer sind die Chancen den „War for Talents“ für sich zu entscheiden.

    Wenn du jetzt mehr über digitale Strategien im Recruiting erfahren möchtest, dann melde dich gleich an zur DRX – der DIGITAL RECRUITING CONFERENCE & EXPO in Düsseldorf. Hier erfährst du alles über modernes Recruiting und erhältst an zwei Tagen die besten Tipps von über 50 Speakern.

  • Personio Co-Founder und CEO Hanno Renner erklärt seine Erfolgsstrategien

    Personio Co-Founder und CEO Hanno Renner erklärt seine Erfolgsstrategien

    Sinnvolle Prozesse für passende Mitarbeiter sind ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Und wenn sich jemand bei der Mitarbeitersuche und gleichzeitig mit langfristig erfolgreichen Unternehmen auskennt, dann ist das definitiv Hanno Renner. Denn er gehört zum Gründerteam von Personio und etablierte eine All-in-One HR-Software für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), die alle HR-Kernprozesse von Recruiting, Personalverwaltung bis zur Lohnabrechnung abdeckt. Dabei digitalisiert bzw. automatisiert das Startup verschiedene Prozesse und will Europas führende HR-Plattform für KMUs aufbauen.

    Dieser Plan könnte tatsächlich aufgehen. Denn mit über 650 Mitarbeitern aus 56 Nationalitäten und zahlreichen Investoren an Bord, konnte Personio nicht nur eine Firmenbewertung von 1,7 Milliarden Dollar erreichen, sondern gilt aktuell als wertvollstes HR-Tech-Unternehmen in Europa. Trotzdem möchte das Unternehmen auch in den nächsten Jahren noch weitere Ziele erreichen. Doch wie fing alles an? Wie entstand die Geschäftsidee von Personio und welche Erfolgsfaktoren waren entscheidend? Wir haben im Interview mit Hanno Renner erfahren, worauf es bei der Planung sowie Mitarbeitersuche für Startups ankommt und was Personio in den nächsten Jahren noch erreichen möchte.

    In welchem Moment entstand die Geschäftsidee für Personio?

    Alles fing in Studienzeiten im Jahr 2015 an. Denn damals hat mich ein Freund auf ein Problem bei seinem damaligen Arbeitgeber, einem Mittelständler, aufmerksam gemacht. Dort waren die HR-Prozesse noch nicht digitalisiert, alles wurde in Excel-Listen abgewickelt und war daher mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden. Wir bekamen daher schnell das Gefühl, dass hier ein echtes Problem existiert, das für kleine und mittelständische Unternehmen bisher noch nicht gelöst wurde. Deshalb entwickelten wir kurzerhand einen ersten Prototypen für eine neue Software. Von Anfang an waren meine Mitgründer Roman Schumacher (CPO), Arseniy Vershinin (CTO) und schließlich auch Jonas Rieke (COO) dabei.

    Wie habt ihr erkannt, dass es sich dabei um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

    Das haben wir sehr schnell in den ersten Gesprächen mit potenziellen Kunden festgestellt, die uns bestätigten, dass unser Produkt definitiv ein Problem von ihnen löst. Unternehmen wie SAP und Oracle sind nämlich auf den Enterprise-Bereich fokussiert. Das bedeutet, sie entwickeln zwar spezielle Programme, die Arbeitsabläufe automatisieren und beschleunigen. Für KMUs sind sie aber zu teuer, zu komplex und brauchen auch eine viel zu lange Implementierung. Zwar gab es damals schon vereinzelt HR-Tools, das waren aber hauptsächlich Insellösungen, die beispielsweise nur Recruiting-Prozesse digitalisieren. Personio sollte hingegen eine Software sein, die alle HR-Prozesse bei Unternehmen von 10 bis 2.000 Mitarbeitern abdeckt.

    Welche ersten Schritte standen dann bei der Planung für Personio an?

    Wir haben schon immer sehr viel Wert darauf gelegt, aktiv mit unseren Kunden im Austausch zu sein. Deshalb führten wir viele Kundengespräche, konnten mehr über die jeweiligen Probleme lernen und wie wir diese angehen können. Auch heute noch ist die sogenannte Customer Empathy eine unserer Stärken. Denn nur so lässt sich Personio immer weiter optimieren. Generell ist es aber natürlich wichtig, erst einmal abzuschätzen, ob das Problem auch groß genug ist für eine lukrative Geschäftsidee. Für Personio war das relativ eindeutig, denn in Europa gibt es 1,7 Millionen KMUs mit mehr als 10 Mitarbeitenden. Außerdem fanden wir Studien, dass das Problem der mangelnden Digitalisierung von HR-Prozessen für ca. 70 Prozent der KMUs noch nicht gelöst wurde.

    Wie genau habt ihr dann den Businessplan erstellt?

    Einen Businessplan haben wir damals tatsächlich gar nicht geschrieben und das halte ich auch nach wie vor für Zeitverschwendung. Aber es war mit Sicherheit notwendig abzuwägen, wie viel unser Produkt kosten muss, um auch kostendeckend funktionieren zu können. Deshalb lohnt sich ein Finanzplan für Gründer, damit die Kosten generell im Blick bleiben. Für Software-Unternehmen kann ich dafür übrigens den Blog Post “Five ways to build a $100 million business” empfehlen, der Geschäftsstrategien gut verdeutlicht.

    Ihr konntet viele Investoren überzeugen: Worauf sollten Startups bei der Finanzierung achten?

    Wir haben Personio ein Jahr lang über Bootstrapping betrieben und sind somit aus eigenen Umsätzen gewachsen. Ich würde unbedingt empfehlen, nicht zu früh Geld von Investoren einzusammeln, nur weil dies im aktuellen Marktumfeld relativ leicht erscheint. Am Anfang sollte man sich mit einem kleinen Team auf das Verstehen und Lösen von Kundenproblemen fokussieren. Erst wenn man mit Geld wirklich schneller vorankommt, macht Fundraising meiner Meinung nach Sinn. An diesem Punkt ist es dann wichtig, zum einen Funds mit Portfolios auszuwählen, die ähnliche Unternehmen wie das eigene beinhalten. Außerdem sollten Gründer einen Investor auswählen, bei dem man mit dem zuständigen Partner auch auf persönlicher Ebene gut klar kommt und man über Jahre eng zusammenarbeiten möchte.

    Worauf sollten Gründer bei der Mitarbeitersuche achten?

    Die richtigen Leute zu finden ist die schwierigste und gleichzeitig mit Abstand wichtigste Aufgabe als Gründer. Tatsächlich verbringe ich noch heute ca. 20 Prozent meiner Zeit mit Bewerberinterviews, weil jeder potenzielle Festangestellte zum Schluss auch ein Gespräch mit einem der Gründer durchläuft. Dabei bekommt unsere Stimme aber genauso viel Gewicht wie die aller anderen Kollegen, die in den Bewerbungsprozess involviert sind. Mein Tipp lautet übrigens: “When in doubt, don’t hire.” Das kann schon auch mal bedeuten, eine freie Stelle über mehrere Monate unbesetzt zu lassen, wenn der passende Bewerber noch nicht dabei war.

    Welche Fehler habt ihr rückblickend bei der Gründung von Personio gemacht?

    Dass man Fehler macht gehört dazu. Das ist sogar wichtig, aber man muss natürlich auch aus ihnen lernen. Klar gibt es Sachen, die ich heute anders machen würde. Ich war zuvor ja auch noch nie CEO und musste erst in die Rolle hineinwachsen. Ein Beispiel ist, dass wir zwar früh in ein HR-Department investierten, aber zu lange keine zuständigen Inhouse-Recruiter beschäftigten. Die HR-Manager konnten sich dann zu wenig mit dem Recruiting für Personio beschäftigen, weil zu viele andere Themen auf dem Tisch lagen. Dadurch waren wir oftmals lange hinten dran. Deshalb können Gründer meiner Ansicht nach nie zu viele Recruiter einstellen, denn im schlimmsten Fall stehen zu viele Kandidaten zur Auswahl, was wiederum ein gutes Problem darstellt.

    Welche Meilensteine möchte Personio zukünftig noch erreichen?

    Schon heute unterstützt Personio mehr als 3.000 Kunden in über 80 Ländern bei der Digitalisierung und Automatisierung ihrer Personalprozesse. Wenn man sich das riesige Potenzial in Europa ansieht, nämlich rund 1,7 Mio. KMUs, dann stehen wir damit aber noch ganz am Anfang unseres Vorhabens. Um noch viele weitere Unternehmen zu unterstützen, setzen wir auch in diesem Jahr unsere europäische Expansion fort. Dafür gibt es mittlerweile mehr als 600 Mitarbeiter an vier Standorten: München, Madrid, London und Dublin. Bis Ende des Jahres wollen wir zudem auf ca. 1.000 Mitarbeitende wachsen.

    Was macht Personio im Vergleich zur Konkurrenz so besonders?

    Mit Personio können alle HR-Prozesse, die jedes Unternehmen abwickeln muss, digitalisiert werden. Der Vorteil ist, dass es hier zwischen den einzelnen Prozessen keine Unterbrechungen gibt, also lassen sich Personaldaten zum Beispiel automatisch aus dem Recruiting direkt ins HR-Management-Tool übertragen. Bei der Entwicklung fokussieren wir uns zudem speziell auf die Bedürfnisse europäischer KMUs mit 10 bis 2.000 Mitarbeitenden.

    Welche Marketing-Kanäle hat Personio bisher genutzt?

    Wir nutzen diverse Marketing-Kanäle, wie z.B. Performance Marketing. Dabei wird die Wirkung von Onlinewerbung gemessen, nach Bedarf angepasst und somit leistungsfähiger gemacht. Aber auch Outbound-Kampagnen, wo die telefonische Kontaktaufnahme zum Kunden im Fokus steht. Hinzu kommen noch PR und Social Media sowie Events. Im Mai findet zum Beispiel wieder unser eigenes HR-Event statt, die H.U.G Digital, die zu meinen persönlichen Lieblings-Marketing-Aktivitäten gehört. Generell macht es für Gründer Sinn, viele verschiedene Marketingstrategien auszutesten und dann an das jeweilige Geschäftsmodell anzupassen.

    Welche geheimen Tipps möchte Hanno Renner angehenden Gründern noch mitgeben?

    Du kannst dich als angehender Gründer auf das, was kommen wird, nicht vorbereiten. Deshalb solltest du mit der Unsicherheit und dem ständigen Wandel umgehen können, aber natürlich auch bereit dafür sein, sehr viel Zeit und Energie zu investieren. Zudem ist es wichtig, fest verankerte Unternehmenswerte zu besitzen und diese auch konsequent umzusetzen. Denn so lassen sich alle Herausforderungen meistern. Dazu gehört zum Beispiel auch eine gewisse Transparenz, um alle relevanten Informationen und auch Gründe für Entscheidungen offen zu kommunizieren. Gerade im letzten Jahr haben wir die Transparenz bei uns bewusst noch weiter erhöht, was entscheidend dazu beigetragen hat, dass wir als Team motiviert und geschlossen durch die Corona-Krise gekommen sind.

    Wenn du jetzt mehr über digitale Strategien im Recruiting erfahren möchtest, dann melde dich gleich an zur DRX – der DIGITAL RECRUITING CONFERENCE & EXPO in Düsseldorf. Hier erfährst du alles über modernes Recruiting und erhältst an zwei Tagen die besten Tipps von über 50 Speakern.